Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Gegengift

Und noch ein Brandteigkrapfen!

Wenn Theater die Nahrung der Liebe ist, dann esst davon reichlich.

Aus aktuellen Gründen – Premiere in der Josefstadt! – entflammte in der Garküche des Gegengifts eine alte Frage: Darf man im Theater essen? „Naturgemäß!“, sagten die Epikureer, „dafür gibt es doch Pausen und Buffets“. Wer dort zu leicht erhöhten Preisen billigem Prosecco und belegten Brötchen fröne, fördere den Fortbestand der Bühnen. Sogar während der Aufführung wäre es fürs Publikum nicht unschicklich, Snacks zu sich zu nehmen, ergänzte ein Kenner der Werke des Petronius: „Besonders der mittlere Akt ist doch häufig der anstrengendste, selbst in Komödien.“ Einigermaßen geruchsneutral sollte jedoch die Stärkung sein. Und rascheln dürfe man auf keinen Fall.
Die Puristen hingegen, die sich schon seit dem Erntedankfest auf einen frugalen Advent abseits der Punschhütten freuen und in ihrer fast religiösen Theaterverzückung selbst Zwischenapplaus ablehnen, waren empört: „Nein, das Handsemmerl mit Beinschinken hat nichts im Handgepäck des Theaterbesuchers verloren!“ Selbst Essen auf der Bühne finden sie bedenklich.