Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Fifa-WM in Katar

Historische WM-Pfiffe: Drei Debütantinnen ohne Drang ins Rampenlicht

Die Französin Stéphanie Frappart betritt die größte Fußballbühne.
Die Französin Stéphanie Frappart betritt die größte Fußballbühne.Getty Images
  • Drucken
  • Kommentieren

Just in Katar sieht die Fußballwelt mit Stéphanie Frappart, Salima Mukansanga und Yoshimi Yamashita die ersten Schiedsrichterinnen bei einer WM-Endrunde der Männer.

Es hätte naheliegendere WM-Bühnen für diese historische Entwicklung gegeben, aber vielleicht ist Katar genau deshalb der richtige Ort. Ausgerechnet in einem Land, das Frauen einen männlichen Vormund vorschreibt und sie nicht bei der Sportausübung (zumindest öffentlich) fördert, werden Stéphanie Frappart, Salima Mukansanga und Yoshimi Yamashita in den kommenden vier Wochen gemeinsam mit den weltbesten Fußballern auf dem Rasen stehen. Mit kurzem Gewand wie ihre männlichen Kollegen und unbedecktem Haar, vor einem globalen (TV-)Publikum, und trotzdem eigentlich nicht im Mittelpunkt – schließlich gehört das nicht zur Zielsetzung für die Spielleitung. Die drei Schiedsrichterinnen aus Frankreich, Ruanda und Japan sind die ersten, die bei einer WM-Endrunde der Männer zum Einsatz kommen werden, weibliche Verstärkung erhalten sie durch die Assistentinnen Neuza Back (Brasilien), Karén Díaz (Mexiko) und Kathryn Nesbitt (USA).

Diese Premiere ist eine der Geschichten, derer sich der Weltverband (Fifa) im Sinne der Entwicklung des Fußballs und der Völkerverständigung am liebsten rühmt. „Egal ob Mann oder Frau, ihr seid Referees. Für uns, für mich, gehört ihr alle zum selben Team“, sagte Fifa-Präsident Gianni Infantino, als er kürzlich den insgesamt 129 WM-Offiziellen (inklusive VAR) in ihrem Trainingslager in Doha einen Besuch abstattete. Ob der Schweizer, inzwischen im Emirat wohnhaft, das auch den Obersten seiner Wahlheimat so deutlich kommuniziert hat? Die sahen das nämlich zumindest bei der Klub-WM im Vorjahr noch anders.