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Interview

Mike Büchel: "Es wäre mein Untergang gewesen"

Mike Büchel
Mike BüchelDie Presse/Clemens Fabry
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Der Tiroler Künstler Mike Büchel ist einer der wenigen, die das Handwerk der alten Meister beherrschen. Er kennt es, nichts zu essen zu haben. Dennoch spielt für ihn Geld keine Rolle. Ein Gespräch über Abhängigkeiten im Leben.

Die Presse: Das hier hängende Bild hat der Start-up-Investor Berthold Baurek-Karlic gekauft. Warum hat er das wohl getan?

Mike Büchel: Weil es mein bestes Werk ist und er ein gutes Auge hat.


Jetzt hängt es in einem Büro.

Kunst in Büroräumen finde ich toll. Ein Unternehmen, das sich mit Kunst umgibt, wirkt immer modern, offen und kreativ. Das sieht man bei allen großen Unternehmen wie Google oder Microsoft. Die Deutsche Bank hat 55.000 Kunstwerke, die in Büros hängen.


Kunstkäufer kommen häufig aus der Finanzwelt. Ist das ein Problem?

Nur weil jemand Geld hat, ist er kein schlechter Mensch, und nur weil jemand kein Geld hat, ist er nicht unbedingt ein guter Mensch. Financiers haben die Kunst zum Blühen gebracht. Das Senatentum ist zwar nicht mehr so präsent wie früher, aber ohne würde das Moma in New York nicht existieren. Das gilt auch für mich. Wir sind in dieser Abhängigkeit. Das Persönliche muss passen. Wenn ich mich gekauft fühle, bin ich sofort weg.


Wie viel hat das Bild gekostet?