Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

KV-Verhandlungen abgebrochen

Eisenbahner wollen kommenden Montag streiken

Die Presse/Clemens Fabry
  • Drucken

Die Gewerkschaft vida habe die Freigabe für einen bundesweiten Warnstreik am kommenden Montag beim Gewerkschaftsbund beantragt. Die Gewerkschaft spricht von einem "Mangel an Wertschätzung" und einem "nur kosmetisch geschönten Angebot" seitens der Arbeitgeber.

Die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner wollen nach den abgebrochenen KV-Verhandlungen im Bahnsektor streiken. Die Gewerkschaft vida habe die Freigabe für einen bundesweiten Warnstreik am kommenden Montag, 28. November, beim Gewerkschaftsbund (ÖGB) beantragt, hieß es am Montagnachmittag in einer Aussendung. Die Gewerkschaft spricht von einem "Mangel an Wertschätzung" und einem "nur kosmetisch geschönten Angebot" seitens der Arbeitgeber.

Die Arbeitgeberseite hatte die Verhandlungen zu einem neuen Kollektivvertrag (KV) im Bahnsektor in der vierten Runde unterbrochen, wie der WKÖ-Fachverband der Schienenbahnen am Sonntagabend mitgeteilt hat. "Wir kommen nicht mehr weiter und reden gegen eine Wand", erklärte Chefverhandler Thomas Scheiber.

Beide Seiten verhandlungsbereit

Beide Seiten betonten heute, dass sie weiter verhandlungsbereit seien. Die vida fordert die Arbeitgeber auf, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Arbeitgeberseite hofft auf einen Sinneswandel der vida. Auch der Chef des größten Arbeitgebers in der Branche, ÖBB-Vorstand Andreas Matthä, hat im Rahmen einer Pressekonferenz die Wiederaufnahme der Gespräche gefordert.

"Wir sind den Arbeitgebern in der gestrigen Verhandlungsrunde mehrfach entgegengekommen und haben unter anderem unser Angebot auf 400 Euro monatlich auf KV- und IST-Löhne angepasst", sagte Gerhard Tauchner, stellvertretender Vorsitzender des Fachbereichs Eisenbahn in der vida. "Die Arbeitgeber haben ein Angebot unterbreitet, welches angesichts der weiterhin steigenden Inflation Reallohnverluste von bis zu zwei Prozent bedeuten würde."

(APA)