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Ermittlungen

Millionenbetrugsverdacht bei der Energie Ried

Energieknappheit
Die Energie Ried ist in TurbulenzenAPA/dpa/Moritz Frankenberg
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Der E-Control sollen zu lange Leitungen und erfundenes Personal gemeldet worden sein. Dafür gab es Millionen an Ausgleichszahlungen. Es wird wegen des Verdachts des schweren Betrugs ermittelt.

Wien. Die Geschichte der Energie Ried ist eine, die man nicht erfinden kann. Es geht um 26 Millionen Euro, die – so die Vermutung – über Jahrzehnte durch systematischen Betrug abgezogen und in Liechtenstein und Österreich geparkt worden sein sollen. Es geht um zwei ehemalige Geschäftsführer, die sich an dem Unternehmen in öffentlicher Hand ordentlich bedient haben sollen – und einen ÖVP-Bürgermeister, der eine eigene Rolle gespielt hat. Es geht um Kontrollversagen der politischen Gemeindevertreter und der E-Control. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt wegen des Verdachts des schweren Betrugs.

Die Energie Ried ist ein Netz- und Energieanbieter mit rund 116 Mitarbeitern und Nebengeschäften wie einem Red-Zac-Elektrogeschäft sowie Reparatur- und Hilfsbetrieben. Mehr als zwei Jahrzehnte lang leiteten das Unternehmen zwei Geschäftsführer. Als ÖVP-Altbürgermeister Albert Ortig 2021 nach 27 Jahren ging, war auch ihre Ära zu Ende. Das Unternehmen und der Bürgermeister waren einander eng verbunden. Immerhin bildete Ortig sogar als Einzelperson die Generalversammlung.