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Musikgeschmack

Tönende Perlage: So klingt Champagner

Immersiv. Das perlende Konzert fand im Ale­­xandra Palace in London statt.Jack Jones
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Ein synästhetisches Vergnügen von Ryuichi Sakamoto für Champagnerliebhaber feierte in einem Konzertsaal in London Europa-Premiere.

Das Zusammenspiel von musikalischen und Geschmacksnoten hat hier Tradition: „Man würde sich von uns als einem Champagnerhaus erwarten, dass wir primär über Foodpairing sprechen“, sagt Olivier Krug. „Und keine Sorge, das tun wir auch. Doch die Musik liegt uns eben ganz besonders am Herzen.“

Auch Kellermeisterin Julie Cavil, die erste Frau in dieser Funktion bei Krug, spricht wohl gern mit musikalischen Anleihen über Jahrgänge und ist damit ganz auf synästhetischer Linie – man bemüht sich bei dem seit 1843 existierenden Champagnerunternehmen darum, allen Sinnen Vergnügen zu bereiten und damit der Intention von Gründer Joseph Krug weiterhin zu entsprechen.


Vor drei Jahren startete nun ein besonderes – und besonders langwieriges – Projekt, das sich über die Pandemie erstreckte und nun, „viele Zoom-Meetings später“ (Olivier Krug), der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde. In New York, London und Tokio fanden unter dem Motto „Seeing Sound, Hearing Krug“ die Premieren jener „Suite for Krug in 2008“ statt, die der japanische Komponist und multidisziplinär arbeitende Künstler Ryuichi Sakamoto einem ausgesuchten Jahrgang gewidmet hatte.

Nachreife. Seit 2019 arbeitete Sakamoto an seiner „Suite for Krug in 2008“.Beigestellt


Auch Olivier Krug gerät ins Schwärmen, wenn die Sprache auf diesen Millésime kommt – die Bedingungen waren so ausgezeichnet, „dass der Jahrgang einen Solospieler zuließ, nämlich unseren ,Clos du Mesnil‘“. Ihm widmete Sakamoto den ersten Satz seiner Komposition, zwei weitere sind „Krug 2008“ und der „Grande Cuvée 164ème Édition“ gewidmet. Die Symphonie Sakamotos ist etwa auf Krug.com nachzuhören.

genussvoll. Eine „Grande Cuvée 170ème Édition“ (ca. 2014) im Geschenkkarton. Ein QR-Code gibt Zugang zu „Krug Echoes“-Kompositionen.Beigestellt

Ein weiteres Schmankerl für Musikliebhaber: die „Grande Cuvée 170ème Édition“ (ca. 2014) in einem Geschenkkarton mit QR-Code, der auf Kompositionen von Ozark Henry verweist. 

("Die Presse Schaufenster" vom 18.11.2022)