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Musikperformance

"Luftwaggons": Alles dreht sich im Riesenrad - und im Planetarium

Georg Nussbaumer und Stefanie Prenn(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)
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Cellistin Stefanie Prenn und (Groß-)Installationskünstler Georg Nussbaumer erkunden Drehung und Stillstand – und bespielen dafür für einen einzigen Abend das Riesenrad und das Planetarium im Prater.

Viel Zeit ist nicht. Eine Viertelstunde haben die Künstlerinnen und Künstler am kommenden Montag Zeit, um sich und ihre Ausrüstung in die Waggons zu verfrachten. Kurz davor wird das Riesenrad die letzten regulären Gäste des Tages ausgespuckt haben, kurz danach geht es auch schon los, mit „Milky Way im Luftwaggon“.

Es sind kreative Titel, die sich der Komponist und Installationskünstler Georg Nussbaumer und die Cellistin und Dramaturgin Stefanie Prenn für ihre Veranstaltungen ausdenken, die sie seit 2020 gemeinsam auf die Beine stellen. Das beginnt schon mit Aiaia, wie ihre Plattform heißt: Das vokalfreudige Wort bezieht sich auf die gleichnamige Insel, auf der Zauberin Circe lebt und sieben Jahre lang Odysseus beherbergt. Dessen Gefährten hat Circe bekanntlich in Schweine verwandelt – das Logo des ganzen Unterfangens ziert denn auch ein stilisierter Schweinerücken mit Schwänzchen.

Mit Aiaia wollen Nussbaumer und Prenn nun in regelmäßigen Abständen ihre Zuhörerschaft mit an einen ähnlich imaginären Ort nehmen – der aber gleichzeitig ein sehr konkreter ist, der auch noch das jeweilige Thema in sich trägt. Für „Duck and Listen“ fuhr man mit dem Bus zu Schwimmbädern, das Publikum konnte in das Erlebnis wortwörtlich eintauchen – und zuhörend schwimmen gehen. Für „Nass Zell Flux“ ging es zu Fluxus-Partituren in sieben private Badezimmer.