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Fußball

ManUnited und Ronaldo trennen sich mit sofortiger Wirkung

Die Beziehung zwischen Manchester und Ronaldo war offenbar nicht mehr zu kitten.
Die Beziehung zwischen Manchester und Ronaldo war offenbar nicht mehr zu kitten.REUTERS
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Der portugiesische Star-Stürmer hatte zuvor gesagt, er fühle sich vom Klub verraten. Nun gehen Manchester United und Ronaldo getrennte Wege - „in gegenseitigem Einverständnis“.

145 Tore in 346 Einsätzen hat Ronaldo für die "Red Devils" erzielt. Das Verhältnis zwischen dem 37-Jährigen und dem englischen Rekordmeister galt jedoch schon länger als zerrüttet. Vor dem Anpfiff der WM in Katar, bei der Ronaldo mit Portugal noch einmal glänzen will, gab es in einem Interview nun einen Eklat.

Ronaldo hatte im Gespräch mit dem britischen Star-Moderator Piers Morgan den Clubverantwortlichen und Trainer Erik ten Haag "Verrat" vorgeworfen und die Inhaberfamilie Glazer kritisiert. Die Glazers interessierten sich nicht für den Club, schimpfte der Portugiese in dem Interview, das beim Sender TalkTV an zwei Abenden ausgestrahlt wurde. Vor Trainer Ten Hag habe er keinen Respekt, weil dieser ihn auch nicht respektiere.

Nachdem erste Auszüge aus dem Interview veröffentlicht worden waren, hatte United am Montag mitgeteilt, man wolle erst alle Fakten analysieren, bevor man darauf reagiere. Ronaldo hatte ohnehin nicht mehr wirklich vor, für United einzulaufen. Sein Vertrag beim Premier-League-Vertreter wäre im kommenden Sommer ausgelaufen. Berichte über seinen vorzeitigen Abschied gab es bereits im vergangenen Sommer, nachdem sich der Traditionsverein nicht für die Champions League qualifiziert hatte.

Kein Stammspieler mehr, erst eine Einwechslung

In der laufenden Saison, der ersten unter Ten Hag, verlor Ronaldo seinen Platz als Stammspieler. Daraufhin hatte er sogar einmal seine Einwechslung verweigert. Ten Hag suspendierte ihn daraufhin vorübergehend.

Bei United hatte Ronaldo bereits von 2003 bis 2009 höchst erfolgreich gespielt und mit dem Club acht größere Titel geholt, u.a. dreimal die Meisterschaft sowie auch die Champions League. Anschließend sammelte er mit Real Madrid und Juventus Turin weitere Trophäen, bevor er im Sommer 2021 überraschend ins Old Trafford zurückkehrte. Das Comeback hatte vielversprechend begonnen. Der Rückkehrer traf bei seinem ersten Einsatz gegen Newcastle United (4:1) gleich doppelt. Mit 18 Toren in 30 Spielen war er in der vergangenen Saison der drittbeste Torschütze der Premier League.

In dieser Saison hingegen steht nur ein Liga-Tor auf seinem Konto. Der Kunde aus Manchester folgte am Dienstag auch eine aus Doha. "Ich liebe Manchester United und ich liebe die Fans, das wird sich niemals ändern", schrieb Ronaldo bei Twitter. Dennoch sei es der richtige Zeitpunkt, "eine neue Herausforderung zu suchen. Ich wünsche dem Team jeden Erfolg."

Causa brachte Unruhe ins portugiesische Team

Das Interview Ronaldos sorgte nicht nur in England für Verwunderung und Unmut. Ronaldo wurde auch von portugiesischen Medien kritisiert. Diese sprachen unter anderem von einem "Eigentor" des 37-Jährigen, das auch Unruhe in die WM-Vorbereitung der Selecao bringe.

Ronaldo hatte am Montag bei der WM in Katar noch einmal zu seinen Aussagen über seinen Club Manchester United Stellung genommen: "Ich spreche, wenn ich will", sagte er im Hinblick auf Kritik, seine Aussagen seien zu einem ungünstigen Zeitpunkt für Portugals Mannschaft gekommen. "In meinem Leben ist das beste Timing immer mein eigenes Timing." Ronaldo ergänzte, dass ihn seine Mitspieler bei der portugiesischen Selecao gut kennen und wissen würden, wie er als Mensch sei. "Es ist eine ambitionierte Gruppe, die hungrig und fokussiert ist. Daher bin ich sicher, dass das Interview nicht die Konzentration und den Fokus in der Kabine durcheinander bringt.“ Nun wird wohl die Frage in den Mittelpunkt rücken, wo Ronaldo seiner fußballerische Zukunft verbringen wird.

(APA/Reuters)