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ESA-Programme

Österreich erhöht Beitrag zum Weltraum-Budget deutlich

Der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer bei seinem Außeneinsatz an der Raumstation ISS im März 2022.(c) IMAGO/ZUMA Wire (IMAGO/NASA)
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Österreich stellt in den kommenden drei Jahren rund 230 Millionen Euro für die Programme der ESA zur Verfügung. Die inhaltlichen Schwerpunkte des österreichischen Beitrags liegen in den Bereichen Erdbeobachtung sowie Sicherheit und Kommunikation.

Österreich erhöht seinen Beitrag zum europäischen Weltraum-Budget für die kommende Finanzierungsperiode. Das hat Klimaschutzministerin Leonore Gewessler hat im Rahmen des Minister:innentreffens der European Space Agency (ESA) in Paris bekannt gegeben. Österreich wird seinen Beitrag zu den Wahlprogrammen der ESA demnach um rund ein Viertel anheben. Damit stellt Österreich in den kommenden drei Jahren laut Aussendung 116 Millionen Euro für die Pflichtprogramme und 115 Millionen Euro für die Wahlprogramme der Europäischen Weltraumorganisation zur Verfügung. Das österreichische Weltraum-Budget steigt damit im Vergleich zu den Vorjahren deutlich.

„Der Weltraum spielt für Österreich eine zentrale Rolle. Dies betrifft den Forschungs- als auch den Wirtschaftsbereich gleichermaßen. Wir haben in Österreich hoch spezialisierte und innovative Unternehmen, die mit ihren Technologien wichtige Aufträge der ESA umsetzen und wesentliche Beiträge zu den ESA-Missionen leisten. Diese Entwicklung wollen wir auch mit unseren Mitteln unterstützen. Deshalb freut es mich, dass ich heute unseren Beitrag für die ESA-Wahlprogramme um rund ein Viertel erhöhen konnte. Jeder Euro, den wir in die ESA investieren, ist sehr gut angelegt“, wird Klimaschutzministerium Leonore Gewessler in der Aussendung zitiert.

Erdbeobachtung und Sicherheit als Schwerpunkte

Die inhaltlichen Schwerpunkte des österreichischen ESA Beitrags liegen in den Bereichen Erdbeobachtung sowie Sicherheit und Kommunikation. Die Erdbeobachtung spiele im Kampf gegen die Klimakrise eine zentrale Rolle. Genaue Analysen der Veränderung der Erdoberfläche – etwa durch die Messung der Schneedecke oder der Bodenfeuchte – liefere wertvolle Informationen für Maßnahmen zur Bekämpfung der Erderwärmung. Die Klimakrise spiele auch in der grundlegenden Ausrichtung der ESA unter der Führung von Generaldirektor Josef Aschbacher eine wesentliche Rolle. Der Österreicher leitet die Weltraumorganisation seit 2021.

Das Budget der ESA besteht aus den Beiträgen der 22 Mitgliedsstaaten, die in dreijährigen Finanzierungsperioden vereinbart werden. Dabei ist der Beitrag für die Pflichtprogramme für die einzelnen Länder nach einem BIP-Schlüssel festgesetzt. Bei den Wahlprogrammen können die Länder die Finanzierungshöhe und die Schwerpunkte frei wählen. Der Beitrag der Mitgliedsländer wird dabei jährlich an die Inflation angepasst.

(red.)