Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Gruppe F

Kanadas unbelohnte Talentprobe gegen Belgien

Alphonso Davies (rechts) avancierte mit einem vergebenen Elfmeter zum Pechvogel.
Alphonso Davies (rechts) avancierte mit einem vergebenen Elfmeter zum Pechvogel.REUTERS
  • Drucken

Bayern-Star Alphonso Davies vergab einen Elfmeter, hinzu kam VAR-Pech. Belgien nutzte eine Topchance zum 1:0-Sieg.

Al-Rayyan. Angeführt von Jungstar Alphonso Davies hat Kanada bei der Rückkehr auf die WM-Bühne nach 36 Jahren eine echte Talentprobe abgegeben. Allein, es blieb eine unbelohnte. Die Elf von John Herdman begeisterte mit Spielwitz, enormen Laufpensum und Einsatz und war dem ersten WM-Tor nah. Insbesondere als Bayern-Profi Davies zum Hand-Elfmeter antrat, aber an Thibaut Courtois scheiterte (11.).

Zum Unvermögen bei der eigenen Chancenverwertung kam Pech hinzu. Gleich zwei Penaltys blieben Kanada trotz VAR verwehrt. Eden Hazard spielte offensichtlich unbedrängt einen Rückpass auf Jan Vertonghen, der danach nicht den Ball, sondern den Fuß von Buchanan traf. Der Schiedsrichter-Assistent zeigte daraufhin die Abseitsstellung von Buchanan an, berücksichtigte aber nicht, dass der Ball von Hazard gekommen war. Der VAR schaltete sich nicht ein und meldete sich auch in der 38. Minute nicht, obwohl Axel Witsel dem Kanadier Richie Laryea im Sechzehner auf den Fuß getreten war.

Noch bitterer wurde es, weil Belgien seine einzige Topchance nutzte: Toby Alderweireld schlug einen weiten Pass auf Batshuayi, der Ersatzmann des noch nicht fitten Romelu Lukaku lief der kanadischen Abwehr davon und setzte den Ball zum letztlich entscheidenden 1:0 ins Eck (44.).

Denn nach dem Seitenwechsel hielten die Kanadier den Druck weiterhin hoch, wirklich zwingende Chancen schauten dabei nicht mehr heraus. Die Belgier wiederum vermochten die sich ihnen bietenden Räume nicht zu nutzen, spielten aber den knappen Vorsprung mit all ihrer Routine über die Zeit. Seinen Status als Titel-Mitfavorit konnte der Weltranglistenzweite jedoch nicht untermauern.

(red/APA)