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Cyber Trading Fraud

Vorarlberger verliert durch Anlagebetrug im Internet 540.000 Euro

Betrüger werden immer dreister: mit seriös anmutenden Webseiten verführen sie zu hohen Investitionen und zu Beginn kann es auch zu kleinen Auszahlungen kommen. Doch der Schein trügt, warnt die Polizei.

In Vorarlberg hat eine Person durch Anlagebetrug im Internet ein Vermögen von 540.000 Euro verloren. Das hat die Vorarlberger Polizei am Donnerstag mit der Warnung vor "Cyber Trading Fraud" bekannt gegeben. Es gebe vermehrt Anzeigen in diesem Bereich, die finanziellen Schäden der Opfer seien immens. In Vorarlberg belaufen sie sich seit Anfang November auf insgesamt etwa eine Million Euro. Ende Oktober wurde eine Tirolerin um eine halbe Million Euro betrogen.

Laut Polizei gelangten die Betrogenen über Werbeinserate im Internet an angebliche Broker, die die Personen zur Anlage von hohen Beträgen verleiteten. Die Täter agierten dabei hochprofessionell und setzten auf eindrucksvolle Werbemaßnahmen. Auch seien die Webseiten sowie die angeblichen Trading-Portale und Handelsplattformen sehr aufwendig gestaltet. Durch die Nutzung österreichischer, deutscher oder britischer Telefonnummern wird vermeintlich Seriosität vorgetäuscht.

In der Regel verschafften sich die Betrüger über Fernwartungstools Zugriff auf die Computer und Handys der Opfer. In weiterer Folge führten diese angeblich Überweisungen, Kontoregistrierungen bei Handelsbörsen für Kryptowährungen, etc. im Namen der Opfer durch. Durch virtuelle Trades werde den Opfern suggeriert, dass das angebliche Investment steige, fallweise wurden auch einzelne Auszahlungen getätigt, um das Vertrauen zu stärken, hieß es. Letztlich aber werden einbezahlte Gelder durch ein schwer durchschaubares Geldwäschenetzwerk geschleust und gehen für die Betrogenen für immer verloren.

 

(APA)