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Mikroplastik

Reifenabrieb im Verdauungstrakt von Regenbogenforellen entdeckt

Unter die Lupe genommen haben die Forschenden namentlich die Löslichkeit und Bioverfügbarkeit chemischer Komponenten aus Reifenpartikeln im Verdauungssystem der Fische. (Symbolbild)
Unter die Lupe genommen haben die Forschenden namentlich die Löslichkeit und Bioverfügbarkeit chemischer Komponenten aus Reifenpartikeln im Verdauungssystem der Fische. (Symbolbild)APA/dpa/Patrick Pleul
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Das Schweizer Projekt war auf Anregung eines Konsortiums von Reifenherstellern gestartet worden. Der Reifenabrieb bei Fahrzeugen ist eine der größten Quellen von Mikroplastik.

Der Reifenabrieb bei Fahrzeugen ist einer der größten Quellen von Mikroplastik. Drei Forschungsinstitutionen, darunter die ETH Lausanne, haben diese Form der Umweltverschmutzung unter die Lupe genommen und eine erste Phase des Projektes abgeschlossen. Dabei wurde Reifenabrieb im Verdauungstrakt von Regenbogenforellen entdeckt.

Das Projekt war im April 2020 auf Anregung eines Konsortiums von Reifenherstellern gestartet worden, wie die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (EPFL) am Donnerstag in einer Aussendung bekannt gab. Koordiniert wurde das Projekt durch das Schweizerische Zentrum für angewandte Ökotoxikologie. Die Untersuchungen selbst führte die EPFL gemeinsam mit dem Schweizerischen Institut für Wasserwissenschaft und Technologie (Eawag) durch.

Aufnahmefähigkeit durch Verdauungssystem schwankte

Die Zeitschrift Environmental Science & Technology hat die Ergebnisse nach der ersten Phase veröffentlicht. Die Wissenschafterinnen und Wissenschafter analysierten die Aufnahme von Mikroplastik aus dem Reifenabrieb durch lebende Organismen sowie die Toxizität.

Unter die Lupe genommen haben die Forschenden namentlich die Löslichkeit und Bioverfügbarkeit chemischer Komponenten aus Reifenpartikeln im Verdauungssystem von Regenbogenforellen. Sie verwendeten dabei einen In-Vitro-Ansatz, der auf synthetischen Magen- und Darmflüssigkeiten basiert.

Die Wissenschafter stellten fest, dass von den elf analysierten Substanzen die Absorptionsrate, das heißt die Aufnahmefähigkeit durch das Verdauungssystem zwischen 0,06 und 44,1 Prozent schwankte. Diese Rate galt unabhängig davon, ob die Forellen Nahrung aufgenommen hatten oder nicht.