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Ausstellung

Belvedere 21: Fernsehen mit Mister Cool

An der pinken Bar kann man lehnen, auf den grünen Balken soll man sitzen: Einblick in die Ausstellung von Rockenschaub.(c) Belvedere Wien, Foto: Johannes Stoll
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Gerwald Rockenschaub (70) hängt 24 lakonische Videoloops in die Schwanzer-Halle. Und wir dürfen sie, an einer (trockenen) Bar lehnend, studieren.

Den Weg in diese Ausstellung sollte man mitbedenken: Wie ein mahnender Wächter steht rechts vor dem Eingang ins „Belvedere 21“ eine Skulptur aus drei gelben, blauen und roten Quadern von Roland Goeschl (1932–2016). Auch die architektonische Gliederung des Ausstellungspavillons selbst (1958, von Karl Schwanzer) ist von einer strengen, rechteckigen Geometrie geprägt. Und dann steht man also mittendrin in dieser herrlichen, lichten Halle – und sieht schlicht das, was hier im Infotext geschrieben steht: „4 Wände, MDF, lackiert, je 300 x 1340 x 60 cm/24 Monitore, je 55 Zoll/24 Animationen/3 skulpturale Elemente, MDF, lackiert“.

Digitale Ornamente

„Lakonische Reduktion“ wird diese Art der knallharten geometrischen Kunst und ihrer dazugehörigen lapidaren Beschreibung in Texten von Gerwald Rockenschaub immer wieder genannt. Eine Beschreibung, die den Ton dieses unverwechselbaren Werks präzise trifft.