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Kinderoper

So werden wir zu Klangforschern

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Im "Dschungel" gibt es "Wien modern" für Jung und Alt.

Eine Luftballonpumpe, eine Bohrmaschine, ein Klangfrosch, ein Strohhalm-Blubbern unter Wasser: In „The Forest Concerts“, das im Rahmen von Wien Modern im Dschungel Wien gezeigt wird, darf vieles Musik machen. In dem für Kinder und Erwachsene gleichermaßen konzipierten „Klang- und Bildexploratorium“, wie die Macher rund um den norwegischen Komponisten Øyvind Torvund es nennen, werden Töne auf vielfältige Weise erlebbar gemacht: Was vier Musiker auf Klavier, Synthesizer, Marimba, Blockflöte, Ukulele, aber auch mit Pfeifen, Styropor, Krügen, Fahrradklingeln und einem Strohhalm produzieren, wird noch verstärkt durch projizierte, comic-artige Illustrationen.

Alles klingt!

Erzählerin Elsa Rauchs führt durch die Geschichte des kleinen Klangforschers T-Sound, der einfach nur aufnehmen möchte, was er im Wald hört, um dessen Seele zu finden. Vereitelt wird das durch eine energische, aufdringliche Person, „Boss“ genannt, die gleich ein Klangmuseum errichten will. Torvunds Komposition schafft es gut, die Figuren zu charakterisieren, wenn bei den Auftritten von „Boss“ schräge, hektische Melodien vorherrschen, während T-Sounds Freundin Bacall von esoterischen Klängen begleitet wird – und Elsa Rauchs nur mittels Sonnenbrille und Veränderung im Tonfall ihrer Stimme von der Schrillen zur Diva wechselt. Überhaupt reißt die vor Energie sprühende Schauspielerin das Publikum mit, hält dann wieder inne, um gemeinsam auf besondere Klänge zu hören – und lässt die Zuschauer mittels einfachster Mittel selbst aktiv werden: Sie sollen kleine Steine, die sie unter dem Sitz fanden, im Takt aufeinander klopfen oder aber durch das Zerreißen und Hochwerfen von Papier die Illusion von Schneefall erzeugen.