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Interview

David Cronenberg: „Was soll daran grausam sein?“

Mit seinen Filmen greife er auf, was in der Gesellschaft ohnehin vorhanden sei, sagt David Cronenberg. „Vor allem online geht es in einer Tour um Fettabsaugen und Botox.“
Mit seinen Filmen greife er auf, was in der Gesellschaft ohnehin vorhanden sei, sagt David Cronenberg. „Vor allem online geht es in einer Tour um Fettabsaugen und Botox.“(c) REUTERS (PIROSCHKA VAN DE WOUW)
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Der Regisseur David Cronenberg stellt die Körperlichkeit des Menschen in den Mittelpunkt seiner Filme. Woher er die Inspiration für seinen jüngsten Streifen nahm, was für ihn die Faszination des menschlichen Körpers ausmacht – und warum er einen Filmtitel recycelt hat.

David Cronenberg widmet sich in seinen Filmen immer wieder der Körperlichkeit des Menschen in all ihren Extremen. Der dystopische Streifen „Crimes of the Future“, der seit Kurzem im Kino läuft, stellt da keine Ausnahme dar. Wir trafen den 79-jährigen Regisseur anlässlich der Weltpremiere.

In Ihrem aktuellen Film geht es um Menschen, deren Organe sich verwandeln, und um Künstler, die radikal ihre eigenen Körper für ihre Performances einsetzen. Was diente Ihnen dafür als Inspiration?

David Cronenberg: Beeinflusst haben mich unter anderem zeitgenössische Körperkünstler. Zum Beispiel die Französin Orlan, die seltsame kosmetische Eingriffe an sich vornehmen lässt. Oder Stelarc aus Australien, der sich unter anderem in einen Roboterkörper begeben hat. Diesen ungewöhnlichen Einsatz des eigenen Körpers für die Kunst finde ich faszinierend, also wollte ich mir Ähnliches ausdenken.

 

Aus Ihren Filmen spricht schon immer eine besondere Faszination für menschliche Körper. Woher kommt das?