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Großbritannien

„Der Austritt hatte vorhersehbare ökonomische Folgen“

FILE PHOTO: A passenger bus passes a pro-Brexit demonstration in Westminster, London
Brexit-Befürworter hofften auf eine enthemmte Wirtschaft und mehr Geld für das nationale Gesundheitssystem. Beides trat nicht ein.REUTERS
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John Springford vom Thinktank CER empfiehlt mehr Zugang des Landes zum EU-Binnenmarkt.

Am vergangenen Montag mussten sich die Brexit-Anhänger wieder aufregen. „Völlig absurd“, sagte der EU-skeptische Abgeordnete Bill Cash, und der ehemalige Kabinettsminister Jacob Rees-Mogg sprach von einem „schweren Fehler“. Der Grund für die Empörung war ein Medienbericht vom Sonntag, laut dem die britische Regierung eine Annäherung an die EU nach Schweizer Vorbild plant. Damit hätte Großbritannien einen einfacheren Zugang zum europäischen Binnenmarkt – aber dafür müsste das Land auch die EU-Regeln übernehmen. Für manche Tories wäre das ein Skandal, die rechtskonservative „Daily Mail“ warnt vor einem „Brexit-Verrat“.

Die Regierung dementierte die Medienberichte denn auch sofort und vehement. Premierminister Rishi Sunak versicherte, dass Großbritannien unter seiner Führung „keine Beziehung mit Europa anstrebt, die eine Angleichung an die EU-Gesetze voraussetzt.“ Aber aus ökonomischer Perspektive wäre eine solche Neuausrichtung der Beziehung zur EU durchaus sinnvoll, sagt John Springford, Brexit-Experte und Vizedirektor des Thinktanks Centre for European Reform (CER), im Gespräch mit der „Presse“: „Wenn Großbritannien beim Warenhandel Zugang zum Binnenmarkt hätte, würde das sicherlich britischen Landwirten und Herstellern enorm helfen.“

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