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Kai Krösche und Victoria Halper nutzen für ihr immersives Format leerstehende Räume in der ehemaligen Wirtschaftsuniversität.
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"Bestmöglich Scheitern" am Heimskandal

Victoria Halper und Kai Krösche widmen sich im West in der alten WU mit viel Respekt dem Kinderheim-Skandal – und der Frage, wie er bis heute nachwirkt.

Am Anfang standen die einsamen Begräbnisse: Verabschiedungen von Menschen, ganz ohne Freunde oder Hinterbliebene. „Wir sind zu diesen Begräbnissen gegangen und haben das Schicksal dieser Menschen recherchiert“, erzählen Kai Krösche und Victoria Halper über ihr erstes gemeinsames freies Projekt.

„Einer dieser Menschen war, wie sich herausgestellt hat, lang obdachlos und ein ehemaliges Heimkind. In Gesprächen mit verschiedenen Einrichtungen haben wir dann erfahren, wie viele dieser Kinder auch später ein schweres Leben haben, in Kriminalität, Obdachlosigkeit und Armut landen.“

Aufgefallen sei ihnen auch, sagt Halper, wie früh das Thema in den Gesprächen mit Betroffenen aufs Tapet kommt. „Wir haben gemerkt, da ist Nachholbedarf: Was heißt das für uns als Gesellschaft, wenn sich diese Menschen bis heute nicht gehört fühlen?“