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Studie

Ist die geteilte Führung doppelt so gut?

Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten damit, Führungspositionen nachzubesetzen. Sich diese Rollen zu teilen, scheint immer attraktiver zu werden. Fraglich bleibt, wer mit wem.

Es sei der Leidensdruck, der dazu führt, neue Führungsmodelle auszuprobieren, sagt die Leiterin für Organisationsberatung bei ABZ Austria, Marion Koidl, denn: Immer mehr Firmen stehen vor der Herausforderung, Managementstellen nachzubesetzen. Ausschlaggebend dafür sei neben der Pensionierungswelle auch der Wunsch danach, Familie und Beruf tatsächlich vereinbaren zu können, wonach sich eben doch nicht nur die Jungen sehnen. Außerdem habe der heroische, narzisstisch veranlagte Führungsstil ausgedient. Ob dieses Angebot das Leid halbiert, bleibt abzuwarten.

Die Bereitschaft dürfte jedenfalls groß sein, zeigt die PwC-Studie rund um duale Führung: 65 Prozent der Führungskräfte wären dazu bereit, die Chefetage zu teilen. Bei genauerem Hinschauen erscheint es schwierig, geteilte Führung als solche zu deklarieren, sagen die Studienbeauftragten bei der Präsentation am Dienstag. Viele Arbeitgeber würden sich in der Praxis bereits Aufgaben und Verantwortung teilen, aber dies nicht offiziell vereinbaren. Für die Studie wurden insgesamt 177 Führungskräfte über Online-Befragungen und weitere fünf Führungsduos mittels Interview im Zeitraum zwischen November 2021 und Juni 2022 herangezogen.

Der Großteil (68 Prozent) der befragten dualen Führungskräfte erachte das geteilte Führungssetting als sehr empfehlenswert bzw. empfehlenswert. Dieses ermögliche eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und wirke sich positiv auf ihre Gesundheit aus. Doch um das ideale Führungspaar zu finden, braucht es mehr als die Bereitschaft.