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Leitartikel

Das Pensionsproblem und seine reformstarren Konservatoren

(c) PantherMedia / Wolfgang Spitzbart
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Das jährliche Sudern über die Unfinanzierbarkeit des Systems nervt langsam. Alle Beteiligten wissen, wie Pensionsreform geht. Packt sie doch endlich an!

Die staatlichen Ausgaben für die Pensionen werden bis 2027 um zwölf Milliarden Euro steigen, wurde im Vorfeld der heute, Mittwoch, stattfindenden Tagung der Alterssicherungskommission kolportiert. Unter anderem wegen der hohen Inflation. Die wird natürlich auch für eine starke Steigerung der Beitragseinnahmen sorgen. Aber das passt weniger gut ins alarmierende Katastrophenbild. Ändert natürlich nichts daran, dass das Pensionssystem ein veritables Nachhaltigkeitsproblem hat, das dringend behoben werden muss.

Das ist jetzt alles nicht neu. Ein Evergreen eigentlich, mit dem wir seit Jahrzehnten regelmäßig unterhalten werden. Spätestens seit dem berühmt gewordenen „Pensionstenbrief“ des damaligen Bundeskanzlers, Franz Vranitzky, im Jahr 1995 („Die Pensionen sind gesichert“) erfahren wir in regelmäßigen Abständen, dass das System demnächst zusammenbrechen wird. Falls man nicht gegengesteuert, was, wenn es sehr haarig kommt, meist ja auch geschieht. Die letzte wirkliche Pensionsreform liegt jetzt allerdings schon an die 20 Jahre zurück.