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Venezuela

Warum die USA Maduro aus der Kälte holen

Not und Armut treiben die Venezolaner an die US-mexikanische Grenze.APA/AFP
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Die Opposition verhandelt mit dem Autokraten – mit Wohlwollen der USA und einem Schielen auf den Ölreichtum des Landes.

Skepsis ist angebracht, wenn sich Venezuelas Regierung mit der Opposition an einen Verhandlungstisch setzt. In den letzten acht Jahren fanden vier Gesprächsversuche statt – alle scheiterten. Zuletzt ließ Präsident Nicolás Maduro im Vorjahr eine Gesprächsrunde in Mexiko platzen, nachdem die USA den schwerreichen kolumbianischen Geschäftsmann Alex Saab vor Gericht gestellt hatten, den die US-Behörden als Strohmann Maduros ansehen.

Nun ist Mexiko Schauplatz eines weiteren Versuchs, die desaströse Lage des einst wohlhabendsten Landes Südamerikas zu verbessern. Diesmal verspricht dies mehr als wolkige Ankündigungen. Gleich zu Beginn gaben beide Seiten ein in monatelangen Vorgesprächen ausgehandeltes Abkommen bekannt, das im Ausland eingefrorenes Vermögen des venezolanischen Staates freigeben soll. Die Regierung behauptet, es seien bis zu fünf Milliarden Dollar durch das Embargo der USA und deren Verbündeter blockiert. Allein in der Bank of England sollen 31 Tonnen venezolanischer Goldbarren lagern. Nun soll ein Großteil dieser Gelder in einen Fonds überführt werden, um die Notlage im Land zu lindern.