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Interview

„Insolvent werden Unis sicher nicht“

Ex-Rektorin und Grün-Politikerin Eva Blimlinger spricht von etwas überzogenen Forderungen der Unis.
Ex-Rektorin und Grün-Politikerin Eva Blimlinger spricht von etwas überzogenen Forderungen der Unis.TOBIAS STEINMAURER / APA / pictu
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Die grüne Wissenschaftssprecherin Eva Blimlinger hält die Budgetsituation für weniger dramatisch als dargestellt. Die Hörsaalbesetzungen könne man im normalen Studienbetrieb nicht gutheißen.

Die Presse: Die Universitäten ringen mit dem Wissenschaftsministerium noch immer ums Geld. Die Rektoren warnen vor der Zahlungsunfähigkeit. Der Minister sagt: Das ist lachhaft. Wer hat denn recht?

Eva Blimlinger:Insolvent werden die Unis sicher nicht. Es gibt bei Zahlungsschwierigkeiten ein Frühwarnsystem. Sobald das aktiviert ist, müsste das Ministerium sowieso handeln. Bis dato hat aber keine einzige Uni, wenn ich es richtig sehe, eine derartige Zahlungsschwierigkeit eingemeldet. So dramatisch wie dargestellt ist es also nicht. Aber natürlich müssen die Universitäten laut sein, um gehört zu werden, deshalb ist da natürlich immer ein bisschen überzogenes Wollen dabei.

Das ist interessant. Sie und Wissenschaftsminister Martin Polaschek sind beide ehemalige Rektoren. Ist das, was Ihre früheren Amtskollegen also machen, Ihrer Meinung nach ein machtpolitischer Schaukampf?