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Volle Gefängnisse: Britische Regierung bittet Polizei um Zellen

Die Zahl der Häftlinge ist „akut und Plötzlich“ gestiegen. Boris Becker könnte von Situation profitieren.

Wegen überfüllter Gefängnisse hat die britische Regierung die Polizei bei der Unterbringung von Häftlingen um Hilfe gebeten. Es gehe um bis zu 400 Zellen, sagte der zuständige Staatssekretär Damian Hinds am Mittwoch im britischen Parlament. Grund sei ein "akuter und plötzlicher" Anstieg der Zahl der Gefängnisinsassen in den vergangenen Monaten. Hinds sagte, es sei das erste Mal seit 2007, dass ein entsprechender Notfallplan in Kraft gesetzt worden sei.

Die "lang erwartete" Zunahme liege einerseits an zusätzlichen Maßnahmen im Kampf gegen Kriminalität, sagte der konservative Politiker. Andererseits sei dies die Folge eines wochenlangen Streiks von Anwälten. So hätten währenddessen mehr Menschen in Untersuchungshaft gesessen, und nach dem Ende des Streiks habe die Zahl vor allem an männlichen Häftlingen deutlich zugenommen.

Auch weil Experten zufolge Urteile in Großbritannien immer harscher ausfallen, gelten die Gefängnisse im Land bereits seit langem als überfüllt. Deshalb sollen vor allem ausländische Häftlinge möglichst früh entlassen und abgeschoben werden. Diese Regelung könnte einem Bericht der Zeitung "Sun" zufolge auch dem deutschen Ex-Tennisstar Boris Becker zugutekommen. Der 54-Jährige war zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil er seinen Insolvenzverwaltern Vermögenswerte in Millionenhöhe verschwiegen hatte.

(APA/dpa)