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Interview

Faßmann: „Wissenschaftler müssen lernen, richtig zu kommunizieren“

ÖAW-Präsident Heinz Faßmann im Gespräch mit "Presse"-Redakteurin Julia Wenzel.
ÖAW-Präsident Heinz Faßmann im Gespräch mit "Presse"-Redakteurin Julia Wenzel.(c) Jana Madzigon
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ÖAW-Präsident Heinz Faßmann kritisiert das geplante Journalismus-Förderungsgesetz, weil Wissenschaft als Förderkriterium fehlt. Im Kampf gegen die Wissenschaftsskepsis brauche es aber eine starke Allianz mit den Medien, fordert der Ex-Minister.

Die Presse: Sie kritisieren das geplante Journalismus-Förderungsgesetz. Was stört Sie daran?

Heinz Faßmann: Wir wünschen uns eine stärkere Berücksichtigung von Wissenschaft und Forschung. Sie sind darin nicht als Qualitätskriterium erwähnt, anders als Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur oder Sport. Das ist für mich nicht einsichtig, das sollte verändert werden.

Die wenigsten Redaktionen – die „Presse“ ist eine der wenigen Ausnahmen – können sich eigene Wissenschaftsredakteure, geschweige denn -ressorts, leisten. Eine Förderung wird daran wenig ändern.

Da gebe ich Ihnen recht, aber irgendwann muss man anfangen. Dazu ist dieses Förderungsgesetz der richtige Anlass. Wir können nicht am Sonntag von der Wissenschaftsskepsis in Österreich reden und am Montag, wenn es darum geht, konkrete Maßnahme zu setzen, diese schon wieder vergessen.

Dazu bräuchte es auch entsprechende Expertise, die nicht jeder und jede Medienschaffende hat.