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Regimegegnerin

Belarus: Was ist mit Maria Kolesnikowa passiert?

Weggesperrt aus der Öffentlichkeit: die belarussische Regimekritikerin Maria Kolesnikowa im Vorjahr während ihres Prozesses. Nun sind Mitstreiter und Angehörige wegen ihrer Hospitalisierung in SorgeAPA/AFP/BELTA/RAMIL NASIBULIN
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Die inhaftierte Regimekritikerin wurde offenbar notoperiert. Während der internationale Ruf nach Aufklärung lauter wird, schweigt das Regime in Minsk eisern zu dem Vorfall.

Am Mittwoch dauerte das Rätselraten über das Schicksal der offenbar notoperierten Maria Kolesnikowa an. Wie geht es der prominenten belarussischen Regimegegnerin? Was trug sich zuvor im Gefängnis zu? Das fragen sich Angehörige und Mitstreiter der belarussischen Oppositionsaktivistin, ebenso wie immer mehr ausländische Stimmen. Die deutsche Außenministerin, Annalena Baerbock, verlangte auf Twitter einmal mehr die Freilassung Kolesnikowas: „Ihr Einsatz für Demokratie ist kein Verbrechen.“ Die Präsidentin des Europaparlaments, Roberta Metsola, zeigte sich „besorgt“ über die Hospitalisierung der Aktivistin.

Und das US-Außenministerium erinnerte das Regime in Minsk daran, dass es „die volle Verantwortung für Gesundheit und Wohlbefinden von Maria Kolesnikowa“ trage.

Um Kolesnikowas Gesundheit steht es offenbar schlecht. Unbestätigten Berichten zufolge könnte ein Geschwür die Magenwand durchbrochen haben – eine potenziell lebensgefährliche Situation. Am Montag wurde sie überraschend in das Krankenhaus der südostbelarussischen Stadt Gomel eingeliefert und operiert. Am Mittwoch befand sie sich noch immer in der Intensivstation. Ihr Zustand sei „ernst“, hieß es. Am Nachmittag wurde erstmals ihr Vater zu ihr vorgelassen – im Beisein von Sicherheitsbeamten.