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Analyse

Polen verliert, Polen zittert, Polen jubelt: Über die Dramatik einer Aufstiegs-Konferenz

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Duell der Superstars: Messi gegen Lewandowski.APA/AFP/GLYN KIRK
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Argentinien bezwang völlig harmlose Polen, die dennoch im Gleichschritt mit Lionel Messi ins Achtelfinale einzogen. Von Glücksgefühlen und tiefer Trauer.

Ein WM-Achtelfinale ohne Argentinien, noch dazu bei der letzten Weltmeisterschaft des großen Lionel Messi? Nein, das dürfe nicht passieren, diesbezüglich waren sich Fans des gepflegten Fußballs von Argentinien bis zu den Fidschi-Inseln einig.

Dennoch mussten die Anhänger der „Albiceleste“ vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Polen zittern. Eine Blamage gegen Saudiarabien (1:2) zum Auftakt dieses Turniers hatte Argentinien in diese missliche Lage gebracht.

Natürlich war es wieder einmal Messi, der die Mannschaft beim Showdown im Stadium 974 Mittwochabend antrieb. Die entscheidenden Akzente setzten aber zwei seiner Teamkollegen. Tore von Mac Allister (46.) und Álvarez (67.) stießen das Tor ins Achtelfinale für die Südamerikaner erst auf. Auch wenn es öfters den Anschein hat, aber Argentinien ist eben nicht nur Messi. Und muss auch mehr sein, will es ernsthaft ein Wort um den WM-Titel mitreden.

Der sechsfache Weltfußballer des Jahres hatte gute Momente, drohte nach einem nicht verwandelten bzw. von Polens starkem Torwart Szczęsny gehaltenen Elfmeter gegen Ende der erste Halbzeit aber schon zur tragischen Figur zu werden. Die Reaktion der argentinischen Fans nach Messis Missgeschick? Anhaltende „Messi, Messi“-Gesänge im Stadion. Einmalig. Messi, der Messias – auch ganz ohne Torerfolg.