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Gastkommentar

Hey, ich erkauf mir Nachhaltigkeit!

Warum es in Österreich endlich eine strenge Greenwashing-Gesetzgebung braucht.

Die Autorin:

Nunu Kaller (*1981) ist Autorin und lebt als Kommunikations- und Nachhaltigkeitsberaterin in Wien.

Es ist 2021. Eine PR-Agentur entwickelt gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft eine spannende Analyse: Sie schauen sich genau und auf wissenschaftlicher Grundlage an, wie im Internet über bestimmte Firmen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit gesprochen wird. Dazu werden Millionen an öffentlich zugänglichen Daten verwertet, von Medien über Nennungen auf anderen Firmenwebsites bis hin zu Social Media. So weit, so spannend.

Doch auf Basis dieser Analyse vergeben sie Gütezeichen, die das Unternehmen selbst als nachhaltig positionieren. Wie kann man bitte aus dem, wie über ein Unternehmen gesprochen wird, herauslesen, ob es wirklich nachhaltig ist? Ein Jeff Bezos höchstpersönlich kann behaupten, dass er seine Angestellten zum Mülltrennen angehalten hat, und von seinem E-Auto schwärmen, mit dem er in die Arbeit fährt (dass er das nur tut, weil er mit der Weltraumrakete so schwer einen Parkplatz findet, muss er ja nicht dazusagen), sein Unternehmen Amazon wird davon keinen Deut nachhaltiger. So weit, so hä?