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Prozess

Waffen für den Wien-Terror - erste Aussagen vor Gericht

Einschusslöcher nach dem Anschlag in der Wiener Innenstadt.
Einschusslöcher nach dem Anschlag in der Wiener Innenstadt.Die Presse/Clemens Fabry
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Jene Männer, die dem Attentäter von Wien die Kalaschnikow und die Pistole besorgten, wurden als Angeklagte befragt.

Zwei Jahre und einen Monat nach dem Terroranschlag in der Wiener Innenstadt mit vier Todesopfern und zwei Dutzend Verletzten (2. November 2020), wurden am Donnerstag mutmaßliche Helfer des Attentäters K. F. erstmals gerichtlich einvernommen. Und zwar jene Männer, die dem 20-jährigen Islamisten die Tatwaffen beschafft hatten. K. F. selbst kann nicht mehr befragt werden – er wurde noch während des Anschlags von der Polizei erschossen.

Sechs Männer im Alter zwischen 22 und 32 Jahren stehen nun vor den Geschworenen. Zwar gilt der Attentäter von Wien, ein in Österreich geborener Mann albanischer Abstammung, als Einzeltäter – bei der Vorbereitung des Anschlags sollen ihm aber die nunmehrigen Angeklagten geholfen haben. Insofern drohen den Männern Verurteilungen wegen Beihilfe zu teils vollendeten, teils versuchten terroristischen Straftaten. Konkret wird ihnen vorgeworfen, sich als Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) am vierfachen Terrormord beteiligt zu haben. Überdies sollen sie auch am mehrfachen versuchten Terrormord mitgewirkt haben. Etliche Opfer wurden angeschossen, teilweise schwerst verletzt, kamen jedoch mit dem Leben davon.

Schon bei Auftakt des Prozesses, Mitte Oktober, wiesen alle sechs Männer, ein Kosovare, ein Afghane, ein Tschetschene, zwei Österreicher türkischer Herkunft und ein Österreicher mit Wurzeln, die in den arabischen Raum reichen, sämtliche Vorwürfe zurück.
Als die Nummer 6 der Anklage wurde nun der 22-jährige I. S. vom Richter befragt. Dieser junge Mann hat schon zwei Vorstrafen wegen Terrordelikten.

Schon zweimal im Gefängnis