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Kolumne

Warnung vor der Warnung

Sprechblase
SprechblaseClemens Fabry
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Sprechblase Nr. 470. Warum ein Warnstreik auch nur ein Streik ist.

Das ist ja nicht so einfach: Wenn jemand eine Vorwarnung ausspricht, ist das gleichsam eine doppelte Portion. Erstens die Warnung davor, mit einer unliebsamen Handlung und Unterlassung fortzufahren. Zweitens die Warnung davor, dass möglicherweise eine Warnung folgt.

Man könnte sagen: Vor Worten, die „warn“ enthalten, wird ganz grundsätzlich gewarnt. Ein Beispiel: Das Signal, das per se auf eine spezielle, außergewöhnliche Situation hinweist, erzeugt auch nicht mehr Aufmerksamkeit, wenn es als Warnsignal schrillt. Noch ein Beispiel: Der – Achtung, Sprechblase – Warnstreik (meist für begrenzte Zeit ausgerufen) will so wie der Streik auf als unerquicklich empfundene Umstände hinweisen und darauf drängen, sie ehest zu beseitigen.

Anders als die Gelbe Karte, von manchen Fußballfans auch Verwarnung genannt: Die ist immerhin tatsächlich die Vorstufe zum Ausschluss aus dem Spiel.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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