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Der kritische Blick der Millennials

Ein gängiges Bild von Millennials
Ein gängiges Bild von MillennialsIMAGO/MASKOT
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Keine Generation ist so schwer zufriedenzustellen wie die der 25- bis 45-Jährigen. Einige Unternehmen aber können es – und wurden als „Best Workplaces for Millennials“ ausgezeichnet.

Unbeschwert, mit großen Freiheiten und Möglichkeiten ausgestattet, überzeugt, dass alles, was man erreichen möchte, auch erreichbar ist – davon waren die Jahre des Heranwachsens der Millennials geprägt.

Diese Gruppe der heute 25- bis 45-Jährigen ist die größte Gruppe auf dem Arbeitsmarkt. Von rund 3,5 Millionen erwerbstätigen Menschen in Österreich entfallen mehr als zwei Millionen auf das Alterssegment der Millennials, oft auch als Generation Y bezeichnet.

Auf einen Blick

Great Place to Work zeichnete heuer erstmals die „Top 10 Best Workplaces for Millennials des Jahres 2022“ aus:

  1. STI-Consulting
  2. Willhaben Internet Service
  3. Orbis Austria
  4. Arthrex Austria
  5. eMagnetix Online Marketing
  6. Kurhaus Schärding
  7. Henn Industrial Group
  8. Schwabe Austria
  9. Sysmex Austria
  10. Niceshops

Diese Arbeitgeber kennen und erfüllen die Wünsche und Bedürfnisse der Generation Y (Menschen von ca. 25 bis 45 Jahren) laut ihren befragten Mitarbeitenden am besten.

Expertentalk im Livestream auf www.greatplacetowork.at: „Alles ist möglich, aber nichts ist von Dauer: Wie gewinnen und binden wir Millennials?“
Dienstag, 6. Dezember, 15 Uhr, mit Ursula Bazant (ÖBB-Infrastruktur), Boris Gloger (Borisgloger Professionals), Cornelia Schwaminger (BDO Consulting), Ralf Schweighöfer (DHL Express Austria) und Doris Palz (Great Place to Work) in Kooperation mit der „Presse“.

Die schönen Zeiten einer globalisierten Welt haben Millennials durch die Jugend und das junge Erwachsenenalter begleitet. „Gewohntes will beibehalten werden. So spielen Entlohnung und Benefits nach wie vor eine wichtige Rolle für dieses Alterssegment, das auf der anderen Seite zunehmend empfindet, nicht fair am Erfolg des Unternehmens beteiligt zu sein“, sagt Doris Palz, Managing Director von Great Place to Work Österreich. Ihr Haus ermittelte nun die „Top 10 Best Workplaces for Millennials“. Also jene Arbeitgeber, die die Wünsche und Bedürfnisse der Generation Y offenbar am besten erfüllen. Für das Ranking wurden die Mitarbeitenden befragt.

Mitarbeitende dieser ausgezeichneten Arbeitgeber empfehlen ihr Haus im Freundes- und Familienkreis doppelt so oft, möchten mit dreimal so hoher Wahrscheinlichkeit noch lang im Unternehmen bleiben, sind dreimal so stolz auf das, was in der Organisation gemeinsam geleistet wird, sind deutlich eher der Ansicht, dass sie ihre Fähigkeiten im Unternehmen optimal einbringen können, und haben doppelt so viel Freude bei und an ihrer Arbeit.

Fünf Punkte sind es, an denen es aus Sicht der Millennials in vielen Unternehmen fehlt:

  • Faire Bezahlung. Die Millennials wollen angesichts steigender Kosten in allen Bereichen genau im Auge behalten, wie sie den gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten können. 65 Prozent der Millennials meinen, angemessen am Erfolg der Organisation beteiligt zu sein. Anders die Millennials der ausgezeichneten Unternehmen: Dort sind es 84 Prozent. Die Babyboomer, sie sind 55+ Jahre alt, fühlen sich zu 74 Prozent angemessen beteiligt. Nahezu gleich sehen es die 45- bis 55-Jährigen (Gen X).
    Angemessen bezahlt fühlen sich 69 Prozent der Millennials (87 Prozent jene in ausgezeichneten Unternehmen). Anders gesagt: Drei von zehn Millennials in „durchschnittlichen“ Unternehmen haben das Gefühl, es sollte mehr an die Mitarbeitenden weitergegeben werden.
  • Attraktive Benefits. Hier sind die Millennials ebenfalls kritischer als alle anderen Generationen – inklusive der Generation Z, also der unter 25-Jährigen. Für die Millennials spielen Familie, persönliche Entwicklung und individuelle Flexibilität eine große Rolle. Bewährte Benefits und Sozialleistungen wie Unterstützung in der Kinderbetreuung bieten einen attraktiven Rahmen, ergänzt durch Nachhaltigkeitsmaßnahmen, wie etwa das Klimaticket, die dem verstärkten Umweltbewusstsein dieser Gruppe Rechnung tragen.
  • Psychische, physische Gesundheit. Millennials achten vermehrt auf eine Ausgewogenheit zwischen Beruf und Freizeit und wollen so ihre emotionale und körperliche Gesundheit erhalten. Der Feststellung „Mitarbeitende erhalten hilfreiche Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit“ stimmen 85 Prozent der Babyboomer, 80 Prozent der Generation X, 79 Prozent der Generation Z, aber nur 73 Prozent der Millennials zu (in den ausgezeichneten Unternehmen sind es 90 Prozent der Mitarbeitenden dieser Gruppe).
  • Glaubwürdige, empathische Führung. Aus den Befragungen sieht man bei Great Place to Work: Sowohl die Millennials als auch die Generation Z wollen, dass ihre Arbeit etwas bewirkt. Rund ein Viertel dieser Generationen sieht sein Potenzial innerhalb des Teams nicht optimal eingesetzt. Dazu ist erforderlich, dass die Führungskraft die Stärken und Potenziale der Mitarbeitenden kennt und Aufgaben entsprechend verteilt.
  • Bedeutung und Sinn der Tätigkeit. In diesem Bereich zeigt sich die größte Differenz zwischen den Generationen. Während bei den Babyboomern und der Generation X fast neun von zehn Mitarbeitenden ihren Job als bedeutend einstufen, können dies nur drei Viertel der Millennials bejahen.

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