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EU-Asylpolitik

Meloni fordert europäische Linie bei Rückführung Geflüchteter

Italiens Premierministerin Giorgia Meloni beim Gipfeltreffen „Med Dialogues“ in Rom.
Italiens Premierministerin Giorgia Meloni beim Gipfeltreffen „Med Dialogues“ in Rom.(c) IMAGO/ZUMA Press (IMAGO/Giuseppe Lami)
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Italien könne den Flüchtlingsstrom nicht alleine bewältigen. Die Premierministerin Giorgia Meloni fordert eine gemeinsame Lösung samt enger Kooperation mit den Herkunftsländern der Migrantinnen und Migranten.

Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni fordert Europa auf, eine gemeinsame Linie im Umgang mit der Rückführung von Migrantinnen und Migranten zu finden. Zugleich rief sie die EU zu einer engeren Kooperation mit den Herkunftsländern der Geflüchteten auf. „Wir Italiener können nicht allein einen Zustrom bewältigen, dessen Ausmaß nicht mehr beherrschbar ist“, sagte Meloni bei einer Ansprache beim Gipfeltreffen „Med Dialogues“ in Rom.

„Europa muss dringend einen Rahmen für die multilaterale Zusammenarbeit schaffen und die illegalen Ströme energisch bekämpfen“, forderte Meloni. Unverzichtbarer Baustein dafür sei die „Europäisierung“ im Umgang mit Rückführungen. „Wir fordern die Europäische Union auf, die migrationspolitische Zusammenarbeit mit ihren Partnern in Afrika und im Mittelmeerraum, die stärker in den Kampf gegen den Menschenhandel einbezogen werden müssen, wieder in Gang zu bringen“, so Meloni.

Stabilisierung Libyens als Priorität

Die vollständige Stabilisierung Libyens sei eine der dringendsten außenpolitischen Prioritäten, auch wegen der Auswirkungen auf die Migration. „Nur ein von Libyen geführter Stabilisierungsprozess mit Unterstützung der UNO kann zu einer Lösung führen“, sagte die Premierministerin.

Italien sei mit ihrer Regierung fest entschlossen, seine Rolle im Mittelmeerraum zu stärken. „Wir sind uns bewusst, dass wir nur durch die Schaffung eines Raums des gemeinsamen Wohlstands in der Lage sein werden, die vielen epochalen Herausforderungen - von der Gesundheit bis zum Klimawandel - wirksam zu bewältigen“, erklärte Meloni.

(APA)