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Gipfel

Wie die Regierung Gewalttäter stoppen will

Zadić und Raab (von links), die zwei Ministerinnen, die sich das „Aufbrechen patriarchaler Strukturen“ zum Ziel erklärt haben.
APA/HANS KLAUS TECHT
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Eigene Ambulanzen für Gewaltopfer, mehr Konferenzen mit der Polizei: Das soll helfen, Gewalt zu verhindern.

Erst am Dienstag stand in Wien ein (nun erstinstanzlich verurteilter) Täter vor Gericht. Es wurde dabei ein Fall aufgerollt, der zeigt, wie schwierig es für Frauen ist, sich zu schützen, wie sie Tätern ausgeliefert sind, selbst wenn sie die Polizei zur Hilfe rufen.
Eine 60-Jährige hatte sich nach wiederholten Gewalttaten von ihrem sieben Jahre jüngeren Partner getrennt und gegen diesen ein Annäherungs- und Betretungsverbot erwirkt. Der Mann setzte sich immer wieder darüber hinweg, tauchte vor der Wohnung der Frau auf.

Strafverfahren wegen der angezeigten Gewalttaten wurden im Zweifel eingestellt. Im Juli lauerte der Mann der Frau auf, stach sie mit einem 12,5-Zentimeter-Messer nieder und lief davon. Die Frau überlebte schwerst verletzt. Der Mann wurde zu 15 Jahren Haft wegen versuchten Mordes verurteilt.

Verurteilungsrate soll steigen

Es ist einer von unzähligen Fällen, die zeigen, wie schwierig es ist, selbst bekannte Gewalttäter zu stoppen.