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Reibungswärme

Warum uns Konflikte weiterhelfen

Konflikt und Kooperation kommen paarweise.
Konflikt und Kooperation kommen paarweise.Marin Goleminov
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Das Missverständnis, Konflikte seien böse und Kooperation sei gut, kommt Unternehmen teuer.

Gibt es gegensätzliche Bewegungen, Ideen und Vorstellungen in Organisationen, entsteht Reibung und mit ihr Reibungswärme. „Wir befinden uns immer dann in einem Konflikt, wenn eine Entscheidung fällig, aber noch nicht gefällt ist“, formuliert die Managementberaterin Miriam Engel. Also permanent. Unter Konflikt versteht sie eine Interaktion, die zumindest eine Seite als emotional belastend oder sachlich inakzeptabel erlebt.

Schwerpunkt: Sehnsucht nach Wärme. Wärme ist mehr als nur Temperatur – ein vorweihnachtlicher Blick auf ein Phänomen zwischen sozialem Zusammenhalt, explodierenden Energiepreisen und dem Wunsch nach Geborgenheit im Advent.

Konflikt und Kooperation

Doch der Blick auf den Konflikt bleibt einseitig. Dem begegnet der Unternehmensberater und Autor Niki Harramach mit dem „Koko-Prinzip“: Es bedeutet, dass man mit niemandem einen Konflikt haben kann, mit dem man nicht auch kooperieren könnte, eben weil man miteinander etwas Gemeinsames hat.

Dennoch würden wir das „unzertrennliche Geschwisterpaar“ ungleich beurteilen als „böser, bedrohlicher Bruder Konflikt, liebe, harmlose Schwester Kooperation? Warum schielen wir auf Konflikte wie das Kaninchen auf die Schlange – mit bekanntem Ausgang? Und warum tun wir uns schwer mit dem umgekehrten Bild: böse Kooperation und lieber Konflikt?“, fragt er. Denn, darüber ist man sich in der Literatur einig, jeder Konflikt bedeutet, es gibt mehrere Optionen. Ebenso unbestritten ist, dass so wie der unüberwindliche Konflikt auch die uneingeschränkte Einmütigkeit für jede Organisation Kosten – durch temporären Stillstand – bedeutet.