Finanzmärkte

Auf ins große Börsenfinale 2022

Wird er die Zinsen noch einmal stark erhöhen? Alle Augen sind auf US-Notenbankchef Jerome Powell gerichtet.
Wird er die Zinsen noch einmal stark erhöhen? Alle Augen sind auf US-Notenbankchef Jerome Powell gerichtet.(c) REUTERS (KEVIN LAMARQUE)
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Von vorweihnachtlicher Ruhe ist an den Märkten nichts zu sehen, ereignisreiche Handelstage stehen an. Investoren dürfen sich auf Schwankungen einstellen.

Ziemlich wild, aber historisch betrachtet gar nicht so außergewöhnlich – so lässt sich das bisherige Börsenjahr beschreiben. Bei einem Jahresverlust von weniger als 20 Prozent stand der S&P 500 zuletzt, damit liegt der Index in etwa auf dem Niveau von März 2021. Im Zuge der Krise von 2009 fiel der S&P 500 zwischenzeitlich auf den tiefsten Wert seit 1997. Bemerkenswerter ist da schon die Schwankungsbreite des Jahres 2022. Der VIX-Index, der die Volatilität widerspiegelt, notierte großteils bei 25 oder mehr. Das gab es, sofern man das Coronajahr 2020 ausklammert, zuletzt 2011.

Allerdings könnten die letzten Tage des Jahres noch turbulent werden. Am Dienstag wird die US-Inflationsrate für November publiziert, und am gleichen Tag kommen die Währungshüter der Fed zusammen. Deren Zinsentscheidung steht am Mittwoch an, gefolgt von jener der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Donnerstag. Für Anleger heißt es: Bitte anschnallen! Die Worte von Jerome Powell in den USA und Christine Lagarde in Europa werden nicht nur das Geschehen zum Jahresende dominieren, sondern auch die Richtung für 2023 vorgeben.

Hoffen auf kleinere Zinserhöhungen. Ziemlich fix ist, dass die beiden wichtigsten Notenbanken Zinsschritte um je 0,5 Punkte setzen und damit das Tempo der Erhöhungen leicht reduzieren werden – zuletzt versuchten sowohl die Fed wie auch die EZB der Inflation mit 0,75-prozentigen Schritten den Kampf anzusagen. Die Aussicht auf eine Verringerung des Tempos sorgte für Kursanstiege in den vergangenen Wochen. Der Leitzins wird nun wahrscheinlich auf eine Spanne von 4,25 bis 4,5 Prozent in den USA und auf 2,5 Prozent in der Eurozone steigen.

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