Fußball-WM

Die französische Weltmeister-Aura

Teamchef Didier Deschamps (Mitte) kann sich nicht nur auf Kylian Mbappé verlassen.
Teamchef Didier Deschamps (Mitte) kann sich nicht nur auf Kylian Mbappé verlassen.(c) APA/AFP/ANNE-CHRISTINE POUJOULAT
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Die Auswahl von Didier Deschamps steckt prominente Ausfälle weg und zeigt, dass sie mehr als Superstar Kylian Mbappé ist. Mit dem „Geist von 2018“ soll auch Marokko kein Hindernis auf dem Weg zur Titelverteidigung werden.

Doha/Wien. Eigentlich hatte England den Schlüssel zum Erfolg entdeckt, hätte man meinen können: die Kreise von Kylian Mbappé einzuschränken. Der PSG-Angreifer ist einer der deklarierten Stars dieser WM und diesen Vorschusslorbeeren im Turnierverlauf mehr als gerecht geworden. In allen drei Startelfeinsätzen (im unbedeutenden letzten Gruppenspiel gegen Tunesien gab es nur einen Kurzeinsatz) war der 23-Jährige mit seinen Tempodribblings der entscheidende Faktor. Im Achtelfinale gegen Polen erzielte Mbappé zwei Tore und bereitete das dritte vor.

Deshalb stellte Englands Teamchef Gareth Southgate mit Kyle Walker einen der schnellsten Verteidiger der Premier League als Sonderbewacher für Mbappé ab, der ihn erfolgreich an die Leine nahm. Frankreichs Jungstar kam nicht nur selten vor das gegnerische Tor (ein Schuss), sondern generell viel weniger an den Ball: 40 Kontakte zählte er gegen England, gegen Polen waren es noch 65 und mehr als doppelt so viele Dribblings (10:4) gewesen.

Helden aus der zweiten Reihe

Ganz lässt sich Mbappé allerdings nicht ausschalten, wie er mit einem Lauf zur Mitte bewies, der das 1:0 durch Aurélien Tchouaméni einleiten sollte. Wenn dieser Viertelfinalsieg aber etwas gezeigt hat, dann, dass es beim Titelverteidiger längst nicht auf nur einen einzelnen Spieler ankommt.


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