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Serie: Gefühlssache

„Egg Freezing ist eine Art Versicherung“ 

Das Einfrieren von Eizellen aus nicht-medizinischen Gründen ist in Österreich verboten. Dabei könnte es Abhilfe leisten, das fruchtbare Fenster einer Frau an die moderne Lebensrealität anpassen. Legale Alternativen gibt es keine.

„Schon die Bezeichnung ist missverständlich“, sagt Gynäkologe Michael Feichtinger, er leitet das Wunschbaby-Institut Feichtinger. Die Rede ist vom Social Egg Freezing, dem Einfrieren der Eizellen aus sozialem, nicht aber medizinischen Beweggrund. In Österreich ist jenes per Gesetz verboten. Ein Irrsinn, findet Feichtinger. Die Lebensrealität mag moderner geworden sein, angepasst hat sich die fruchtbare Phase einer Frau nicht. Ab dem 36. Lebensjahr sinkt die Eizellenreserve und mit ihr die Chance auf eine Schwangerschaft. So ganz ohne medizinischen Hintergrund sei also auch das Social Freezing nicht.

„Viele Frauen leben mit dem Druck, ihr ganzes Leben nach dem Kinderkriegen ausrichten zu müssen, Karriere inklusive“, sagt Feichtinger. Im fortschreitenden gebärfähigen Alter sehen sich Frauen allweil mit dem Kinderthema konfrontiert, die Frage, wann es denn endlich so weit sei, wird häufiger. Das Einfrieren der Eizellen stelle für Patientinnen eine große Erleichterung dar. „Es geht hier nicht darum, die Familienplanung willentlich bis Mitte 40, Mitte 50 hinauszuzögern. Meist geht es nur um ein paar Jahre, etwas Zeit, die man sich als Frau oder Paar in den Mittdreißigern noch nehmen möchte.“

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