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Neo-Boss von Twitter

Elon Musk und die Tesla-Talfahrt: Wenn alles an einer Person hängt

Elon Musk zieht mit seiner Twitter-Krise auch Tesla nach unten.
Elon Musk zieht mit seiner Twitter-Krise auch Tesla nach unten.REUTERS
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Tesla-Chef Elon Musk bringt das Image seines E-Auto-Konzerns ins Wanken. Immer mehr Menschen sind dem Unternehmen gegenüber negativ eingestellt. Musk wird ausgebuht und verliert Platz eins als reichster Mensch der Welt.

Seit November wird die Automarke Tesla eher negativ als positiv wahrgenommen. Davor war das noch anders, zeigt eine aktuelle Umfrage von YouGov, ein britisches Forschungsinstitut, das die öffentliche Meinung zu den bekanntesten Automarken abfragt.

Im Jänner startete der US-Elektroautohersteller noch mit einem positiven Nettowert von 5,9 Prozent. Denn es waren 53 Prozent der Befragten dem Unternehmen gegenüber positiv eingestellt und 47,1 Prozent negativ. Dieser Wert stieg im Mai noch leicht an. Dann beherrschte die Twitter-Übernahme des Tesla-Chefs Elon Musk die Schlagzeilen und sorgte für einen Rückgang. Nach Oktober erreichte Tesla einen Wert von minus 1,4 Prozent. Die negative Wahrnehmung ist erstmals größer als die positive.

Neben der überaus schwierigen Twitter-Übernahme haben auch strafrechtliche Ermittlungen gegen den Autohersteller zum Image-Wandel beigetragen. Der Tesla-Autopilot hatte für mehrere Unfälle gesorgt.

Auch eine weitere Umfrage zeigt ein schlechteres Bild. Die US-Forscher von Morning Consult haben erhoben, dass der Ruf der Firma in den USA geschädigt ist. Im vergangenen Frühjahr gaben 43 Prozent an, die Marke Tesla positiv wahrzunehmen - 15 Prozent negativ. Aktuell im November ist der positive Teil auf 38 Prozent gesunken. Der negative Anteil auf 22 Prozent angestiegen.

Am Wochenbeginn wollte Elon Musk bei US-Comedian Dave Chapelle einen glänzenden Gastauftritt hinlegen. Er wurde jedoch minutenlang ausgebuht. In San Francisco, der Stadt, in der er vor einigen Wochen, Tausende Mitarbeiter vor die Tür setzte.

Musk nicht mehr reichster Mensch der Welt

Musk ist in den Ranglisten der Superreichen auf Platz zwei zurückgefallen. In den Rankings "Bloomberg Billionaires" und "Forbes" belegte der bisherige Spitzenreiter am Mittwoch Platz zwei hinter dem französischen Unternehmer Bernard Arnault vom Luxusgüterkonzern LVMH. Damit verliere Musk zum ersten Mal seit 2021 den Titel als reichster Mensch der Welt, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Nach Schätzung von Bloomberg ist Musks Privatvermögen seit Jänner um mehr als 100 Milliarden US-Dollar auf 163,6 Milliarden Dollar (etwa 155,1 Mrd. Euro) gesunken. Das Vermögen von Arnault bezifferte Bloomberg auf 170,8 Milliarden Dollar (etwa 162 Milliarden Euro). Der 73-Jährige ist Vorsitzender des französischen Luxusimperiums LVMH, zu dem Modeikonen wie Dior und Louis Vuitton und Champagnermarken wie Moët & Chandon gehören.

Auch in der "Forbes"-Liste liegt Musk mit einem geschätzten Vermögen von 176,8 Milliarden Dollar deutlich hinter Arnault (188,6 Milliarden Dollar). Die Angaben in den Milliardärs-Charts basieren zumeist auf öffentlich zugänglichen Informationen zu Vermögenswerten wie Aktien, Immobilien, Kunstobjekten und anderen Luxusgütern. Sie sind deshalb nicht exakt und teilweise auch umstritten.

 

(Apa/Red.)