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Ukraine-Krieg

"Kinderzelle": Folterten Russen Minderjährige?

Auch an diesem Ort im Raum Cherson war offenbar eine Art Folterkammer eingerichtet.
Auch an diesem Ort im Raum Cherson war offenbar eine Art Folterkammer eingerichtet.IMAGO/Ukrinform
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Der Vorwurf wiegt schwer: Die Russen sollen in Cherson Minderjährige festgehalten und gequält haben. Wasser bekamen die Kinder „nur jeden zweiten Tag“.

Wien/Kiew. Zehn Folterkammern haben die Ukrainer nach eigenen Angaben in der Region Cherson entdeckt, vier davon in der gleichnamigen Provinzhauptstadt. Und in einer davon fiel ihnen ein abgesonderter Raum auf. Er war auch feucht und karg, aber unterschied sich von den anderen dadurch, dass drei „dünne“ Schlafmatten auf dem Boden lagen – und dass dort auch Minderjährige gefoltert worden sein sollen. Die russischen Besatzer haben das Zimmer selbst als „Kinderzelle“ bezeichnet, behauptet der Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, Dmytro Lubinez.

„Cherson ist der Tiefpunkt“

Er machte die Folter-Vorwürfe publik: „Ich dachte, mit Butscha und Irpin ist der Tiefpunkt erreicht“, sagte Lubinez in Anspielung auf die Kiewer Vororte, in denen nach dem russischen Abzug Massengräber entdeckt worden waren. Aber er habe sich getäuscht: „Cherson ist der Tiefpunkt.“ Zum ersten Mal in diesem Krieg sei das „Foltern von Kindern“ aufgedeckt worden.

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