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Bernhard Huppmann und Tamara Exl studieren in der nachberuflichen Zeit.
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Studium Generale

Studieren nach der Karriere: Begeisterung kennt kein Alter

Die nachberufliche Phase bedeutet für viele, sich auszuruhen. Andere hingegen nutzen die Zeit, um zu lernen, sich auszutauschen und anstatt der Familienfeier zur Prüfung anzutreten.

Im Herbst hat Michael Kiehn die wissenschaftliche Leitung des Universitätslehrgangs Studium Generale vom langjährigen Leiter Rudolf Richter übernommen. Für die Studierenden spielt der Führungswechsel nur eine nebensächliche Rolle, erzählen Bernhard Huppmann und Tamara Exl. Leuchtende Augen und intensive Gestikulation zeigt sich, wenn sie über ihre (neue) Leidenschaft sprechen. Die Leidenschaft, zu lernen. Beide haben sich für das Studium Generale an der Universität Wien entschieden und im Gespräch mit der „Presse“ über ihre Motivation gesprochen.

„Es gibt so viele Dinge, die interessant sind und für die ich 40 Jahre lang keine Zeit hatte“, sagt Huppmann und zählt auf: Literatur, Zeitgeschichte, Physik, Quantenmechanik, die Organisationsstruktur innerhalb der EU. Zuvor in der Steuerberatung tätig, geht es dem 64-Jährigen jetzt um die Begeisterung, sich mit Themen zu beschäftigen, für die man bisher keine Gelegenheit hatte. Exl stimmt zu, auch sie habe es gereizt, neue Inhalte zu erlernen, die nicht fachspezifisch sind. Und sich selbst herauszufordern, beispielsweise, wenn es um Informatik geht. „In diesem Bereich hab ich wenig Vorwissen, aber das Gute ist: Man ist nicht allein. Es dauert auch bei anderen länger, sich Neues zu merken.“ Aber nun stehe im Vordergrund, eine andere Denkweisen kennenzulernen.