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Lebensmitteltechnologie

Kernspaltung auf die ökologische Art: Milch aus Marillenkernen

Sie sehen aus wie Mandeln, sind botanisch mit ihnen verwandt und enthalten ähnlich wertvolle Stoffe: Die Kerne aus Zwetschken, Kirschen und Marillen werden in Niederösterreich zu Milch, Ölen und Schokocreme verarbeitet. Das spart Wasser und CO2 ein.

Der Trend zur Mandelmilch nimmt nicht nur in hippen Vegan-Restaurants Fahrt auf. Die Ersatzprodukte für Tierisches sind inzwischen wichtiger Teil des Ernährungsplans vieler Menschen, wie nicht zuletzt die Regale im Supermarkt zeigen. Wer Mandel- statt Kuhmilch in seinen Kaffee gießt, denkt aber selten an den CO2- und Ressourcen-Verbrauch bei der Herstellung von Mandeln. „Der Großteil der Mandeln wird in Kalifornien produziert, einer wasserarmen Region. Dabei gehen pro Kilogramm Mandeln aber 10.000 Liter Wasser drauf. Dann werden sie um die halbe Welt geschifft: Der ökologische Fußabdruck ist dementsprechend groß“, sagt Sebastian Jeschko von der Firma KernTec.

Dieses junge Unternehmen hat in Österreich eine nachhaltige Alternative zu Mandelmilch geschaffen, indem es andere Steinobstkerne so herrichtet, dass verzehrfähige Lebensmittel daraus werden. Wo, wenn nicht in der Wachau, würde so eine Fabrik stehen, die aus Marillenkernen ökologisch sinnvolle Produkte herstellt?