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Jahresrückblick

Elon Musk und sein 44 Milliarden Dollar Desaster

44 Milliarden Dollar war Elon Musk die Übernahme von Twitter wert. Seit zwei Monaten hat er das Zepter in der Hand und führt das Unternehmen von einer Krise in die nächste.

Geschichten des Jahres. Dieser Artikel ist am 20. Dezember 2022 erschienen.

Turbulenzen, Emotion, Drama und Entlassungen: Elon Musk hat bei der Twitter-Übernahme nichts ausgelassen. Für 44 Milliarden Dollar hat sich der Neo-bald-Ex-Twitter-Chef in jedes Social-Media-Fettnäpfchen gesetzt; mit Anlauf sogar. Nur knapp zwei Monate nach der Übernahme ließ er über seine weitere Zukunft bei Twitter abstimmen. Und 17,5 Millionen folgten seinem Aufruf und wählten ihn ab. Damit hat der einstige Liebling der Tech-Branche nicht gerechnet.

Rückblick: Sechs Monate lieferte sich Elon Musk mit den Aktionären und der Twitter-Chefetage ein Katz und Maus Spiel. Kauft er, oder doch nicht? Riskiert er gar ein Gerichtsverfahren, das ihn schlussendlich zwingt, den Dienst für 44 Milliarden Dollar zu übernehmen. So weit ließ er es dann nicht kommen: Am 27. Oktober stattete der Neo-Eigner dem Hauptquartier einen Besuch ab. Als Gastgeschenk hatte er sich für ein Waschbecken entschieden - alles für den Wortwitz. "Let that sink in" - lustig, weil „sink" im Deutschen auch Waschbecken heißt. Nun, Humor ist, wenn man trotzdem lacht, werden sich zu diesem Zeitpunkt wohl zahlreiche Mitarbeiter gedacht haben, als sie einander zwanglos in der hauseigenen Cafeteria austauschten. Am 28. Oktober teilte Twitter der US-Börsenaufsicht offiziell mit, dass es einen neuen Eigner habe. Ein einziger Brief reichte aus, um das Unternehmen von der Börse zu nehmen. Statt Twitter in ruhige Gewässer zu führen, beschwor Elon Musk einen Sturm herauf, der die Nutzerinnen und Nutzer seit knapp zwei Monaten in Atem hält.