Wo sich ungesagt Gebliebenes doch noch sagen lässt: Nachschau im Kahlenberger Friedhof.
Die kleine Silbe „un“: zwei Buchstaben bloß, doch große Wirkung. Unentbehrlich, unvergesslich, unzertrennlich: Leicht macht uns derlei glauben, es müsse, was so beschrieben, unendlich fortbestehen, wo wir doch nur zu gut um die eigene Endlichkeit wissen müssten. Die Ewigkeit, die jenes „un“ verheißt, sie bleibt Ewigkeit auf Zeit: ein Immerwährendes mit Ablaufdatum.
Was alles hat uns allein im Alltag schon als unentbehrlich gegolten! Und wie entbehrlich war es bald danach. Denken wir an die Telefonzelle. 1878 in New Haven, Connecticut, in einem ersten Exemplar aufgestellt, schien sie alsbald auch aus europäischen Straßenbildern nicht mehr wegzudenken. Und noch bis ins Vorjahr verlangte ein heimisches Gesetz die „flächendeckende Versorgung mit öffentlichen Sprechstellen“.