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Interview

Marco Morricone: "Musik war bei uns verboten"

Ennio Morricone in seinem Arbeitszimmer.
Ennio Morricone in seinem Arbeitszimmer.Filmladen Filmverleih
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Eine neue Kinodokumentation porträtiert „Maestro" Ennio Morricone als selbstkritischen, wortkargen Menschen, der über seine Arbeit kommunizierte. Im Gespräch mit der „Presse“ erinnert sich dessen Sohn Marco an den berühmten Filmkomponisten.

Im Hause Ennio Morricones gab es eine Regel: keine Musik. Keine Platten, keine Lieblingsbands für seine vier Kinder, ja nicht einmal Radio war erlaubt.

„Man konnte so viel Lärm machen, wie man wollte, das hat ihn nicht gestört, er war ohnehin vertieft“, erzählt sein Sohn Marco. „Aber Musik durfte keine im Haus sein.“

Diese Regel, sagt Marco Morricone, habe er erst später richtig verstanden. „Sie war wichtig, weil mein Vater nicht im Schreibprozess beeinflusst werden wollte durch Musik, die er da und dort hätte aufschnappen können.“ Nicht einmal seine eigenen Werke waren jemals zu hören, „denn es war ihm wichtig, sich in seinen Kompositionen nicht zu wiederholen.“