Gastbeitrag

Kommt jetzt bald das Ende von „business as usual“?

(c) Peter Kufner
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Unternehmen müssen immer mehr Sorgfaltspflichten einhalten. Auch wenn es um Liefer- und Wertschöpfungsketten geht.

DER AUTOR

Prof. Dr. Michael Lysander Fremuth

(* 1979) ist ein deutscher Jurist und Menschenrechtsexperte. Seit April 2019 ist er Professor für Grund- und Menschenrechte am Institut für Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Wien sowie wissenschaftlicher Leiter des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Grund- und Menschenrechte.

Unternehmen sind nach herrschender Auffassung nicht unmittelbar an Menschenrechte gebunden, können diese aber faktisch beeinträchtigen, etwa durch Diskriminierungen, schlechte Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit, Umweltschädigungen oder auch die Kollaboration mit Regimen bei Folterungen und widerrechtlichen Tötungen politischer Oppositioneller. Eingedenk dessen und weil Unternehmen über erhebliche Macht verfügen können und in besonderer Weise von der ökonomischen Globalisierung profitieren, hat sich in den vergangenen Jahren die soziale Erwartung, dass sie Menschenrechte respektieren, zunehmend zu einer rechtlichen Forderung verdichtet.

Unternehmen sollen einen positiven gesellschaftlichen Beitrag leisten, ihr Geschäftsmodell soll sich nicht im Shareholder Value erschöpfen.

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