Künstliche Kraftstoffe

E-Fuels: Wo der Wind in den Benzintank kommt

Die jetzt eröffnete E-Fuel-Anlage in Punta Arenas. 2027 sollen hier 400 Windräder stehen
Die jetzt eröffnete E-Fuel-Anlage in Punta Arenas. 2027 sollen hier 400 Windräder stehen(c) manuel hollenbach
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Im Süden Chiles wurde die weltweit erste Anlage zur Herstellung von künstlichen Treibstoffen eröffnet. Mit den E-Fuels können Autos weitgehend CO2-neutral betrieben werden. Vor allem Porsche setzt Hoffnungen in die Technologie.

Punta Arenas. Punta Arenas hat Besuchern wenig zu bieten. Ein Denkmal von Ferdinand Magellan, das im Ortszentrum an den ersten Weltumsegler erinnert, gilt schon als touristisches Highlight. Dafür hat die Gegend im Süden Chiles etwas, das es auf der ganzen Erde nicht gibt: Es weht ständig ein starker Westwind. An durchschnittlich 270 Tagen im Jahr sogar so stark, dass Windräder unter Volllast laufen können. Und diese so gewonnene Energie macht Punta Arenas nun weltweit einzigartig: Hier steht die erste Anlage, mit der künstliche Treibstoffe hergestellt werden.

„Historisch“ – man hörte das Wort rund um die Eröffnung der Anlage diese Woche oft, etwa vom Chef der Betreiberfirma HIF, Cesar Norton. Eine Zeitenwende sei es, meinte der chilenische Energieminister, Diego Pardow. Man schreibe Geschichte, sagte Barbara Frenkel, Vorstandsmitglied beim Autohersteller Porsche, der die erzeugten E-Fuels exklusiv übernehmen wird.

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