"Presse"-Serie

E-Rezept und Mutter-Kind-Pass: Pandemie als Digitalisierungsmotor

Die Zahl der Besuche in Ordinationen, um sich ein Rezept ausstellen zu lassen, wurde durch das flächendeckende Ausrollen des E-Rezepts reduziert. Im Bild: Die Praxis der Wiener Hausärztin und Ärztekammerfunktionärin Naghme Kamaleyan-Schmied.Stanislav Kogiku
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Ob elektronisches Rezept oder digitaler Eltern-Kind-Pass, der den bisherigen Mutter-Kind-Pass ablösen wird – das Papier verschwindet nach und nach aus dem Alltag. Eine der zahlreichen Folgen der Coronakrise.

Plötzlich verlagerte sich fast alles in die digitale Welt. Nach Ausbruch der Pandemie Anfang 2020 wurden persönliche Kontakte auf ein Minimum reduziert – eine Notwendigkeit, die auch und insbesondere das Gesundheitssystem betraf.

So war beispielsweise die telefonische Krankmeldung eine der ersten Maßnahmen, die rasch umgesetzt und von Hunderttausenden Patienten genutzt wurden. Nach mehrfacher Verlängerung ist sie Mitte des Jahres ausgelaufen. Als Alternative soll sie langfristig durch Videokonsultationen ersetzt werden.

Nur ein Beispiel, das verdeutlicht, welchen Schub die Pandemie der Digitalisierung beschert hat. Zwei weitere betreffen das elektronische Rezept, das ab nächstem Jahr auch Privatrezepte umfasst, sowie den digitalen Eltern-Kind-Pass, der den gelben Mutter-Kind-Pass ablösen wird.

Elektronische Privatrezepte

Sie gehören zu jenen Neuerungen, von denen wahrscheinlich die meisten Menschen profitieren werden. Ab dem Frühjahr (genaues Datum steht noch nicht fest) können auch Privatrezepte elektronisch (E-Rezept) ausgestellt werden – ein Besuch in der Ordination ist also nicht notwendig, ein Anruf, eine E-Mail oder ein Fax genügen. Betroffen sind davon sämtliche privat zu bezahlenden Arzneimittel. Ärztinnen und Ärzte können dann alle Medikamente in einem Behandlungsvorgang elektronisch verordnen – unabhängig davon, ob diese von den Krankenkassen bezahlt werden oder nicht.


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