Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Leitartikel

Warum zeigt sich ausgerechnet Europa so ratlos in der Krise?

Basis für Fehlentwicklungen, die jedes längerfristige strategische Konzept vermissen lassen, ist eine verfehlte Wirtschaftspolitik. Und zwar europaweit.APA/AFP/Kenzo Tribouillard
  • Drucken
  • Kommentieren

Wir wären für 2023 gerne zuversichtlich – wenn da nicht die Hilflosigkeit der Wirtschaftspolitik von der Medikamenten- bis zur Energiekrise wäre.

Je älter das Jahr wird, desto stärker wird der Wunsch, den aufgebauten Pessimismus abzulegen. Mieselsucht bringt uns ja nicht wirklich weiter. Blicken wir hier also voller Zuversicht auf das Jahr 2023.

Aber vorher noch schnell in die Apotheke, um das verschriebene Antibiotikum zu besorgen. Was, gibt es nicht? Es ist eines von 518 (!) teils wichtigen und gängigen Medikamenten, die derzeit als „eingeschränkt“ oder „nicht verfügbar“ auf der Liste des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen stehen? Tja, sicher ein Einzelfall, man will sich ja nicht die Laune verderben.

Im Hintergrund laufen derweil die Nachrichten: Europaweit Warnungen vor einer kommenden Stromkrise samt Blackoutgefahr, Pläne für zeitliche Einschränkungen für Wärmepumpen und Elektroautos in den Nachbarländern, ernsthafte Überlegungen für regionale Stromabschaltungen bei Netzüberlastung, Angst davor, bis zum nächsten Winter die Gasspeicher nicht voll zu bekommen, wenn russisches Gas vollständig ausfällt. Na ja, klingt eher nach Zuständen in der Dritten Welt als nach solchen in der höchstentwickelten Region dieses Globus.