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Ökologischer Jahresrückblick

Warum 2022 um ein paar Stunden länger dauert

Nach einem Unwetter im Oktober auf der Insel Kreta, Griechenland.(c) Imago/Ane Edition, Stefanos Rapanis
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Der Jahresrückblick aus ökologischer Sicht hat (nach den beiden Umwelt-Großkonferenzen zu Klima und Biodiversität) mehr als bloß zwei Überschriften. 2022 bietet weit mehr Facetten, sowohl in Österreich als auch bei globaler Betrachtung. Und: 2022 hat – aus Umweltperspektive jedenfalls – um ein paar Stunden länger gedauert als das Kalenderjahr.

Die letzten Wochen dieses Jahres haben ein Schlaglicht auf die Biodiversitäts- und auf die Klimakrise gerichtet – diese beiden Konferenzen allerdings waren bei Weitem nicht die einzigen Entwicklungen, die in einem ökologischen Rückblick auf 2022 zu berücksichtigen sind.

Zum Jahreswechsel 2021/22 hatten Agenturmeldungen davon berichtet, dass der Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft-Nutzung bald vollzogen sei – geplant war, dass die letzten drei Reaktoren Ende 2022 vom Netz genommen würden. Dies wird – wie wir mittlerweile wissen – nun doch nicht geschehen, sondern erst mit einer Verzögerung von einigen Monaten. Angesichts der Energieknappheit, die durch den russischen Überfall auf die Ukraine entstanden ist, laufen die drei AKWs um ein bisschen länger. „Streckbetrieb“ heißt das – und bedeutet, dass der Verbrauch der Uranbrennstäbe eingeteilt wird – eine Stromreserve gewissermaßen.