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Christoph & Lollo

Landung im neuen Jahr mit Skispringerliedern

Hohe Skisprungkunst mit Christoph Drexler und Lollo Pichler.
Hohe Skisprungkunst mit Christoph Drexler und Lollo Pichler.Jana Madzigon
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Sprünge voll Melancholie, getragen von Namen, Tragik, irren Ideen und Perspektiven: Wer das Skispringen liebt, kann mit Christoph & Lollo wunderbar abheben.

Er war ein Held und ein Idol, er war ein Skiweitsprungsymbol.“ Singen zwei Österreicher über den Norweger Birger Ruud, setzt der Telemark unweigerlich im Skisprungzirkus auf. Kein anderer versteht es so blendend wie die Wiener Christoph & Lollo, aus dem Sport mit Tragik, Komik und dem auf Sekunden beschränkten Geschick des Fliegens eine Kunst zu schaffen. Christoph Drexler und Lorenz Pichler heben in ihren Liedern mit den Athleten ab. Es ist Kabarett, nein: Musik und Kult. Und darum sind ihre „Skispringerlieder“ im Adlerhorst seit 1995 so populär.

Was damals mit dem Song „Lebkuchenherz“ begann, einer Ballade (Uraufführung im „Salon Helga“, FM4) über den Tschechen František Jež, reicht drei Skispringer-Alben später noch bis in die Gegenwart. Für langjährige Wegbegleiter dieser Sportart muten ihre Texte wie eine Reise in die eigene Vergangenheit an. Emotional, wegweisend. Wer all die Besungenen, ob Jež, Mika Laitinen („Man mag sich an Aki Kaurismäki erinnern, mit Stille, Tango, Gelsen und Alkohol!“), Ari-Pekka Nikola, Janne Väätäinen, Kazuyoshi Funaki, die Hautamäki-Brüder (plump übersetzt: Grabhügel-Brüder) oder andere „Milchgesichter“ auf Schanzen gesehen hat, kann bei jeder Strophe wirklich glücklich schmunzeln.