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Quergeschrieben

Der „Wiener Weg“ taugt höchstens noch als Gag für Touristen

Das Coronaregime der Stadt bringt nichts, wird aber fortgesetzt. Warum? Weil der Bürgermeister grundsätzlich recht behalten muss.

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Eine Idee zum Jahresstart: Könnte die Stadt Wien aus ihren Coronaregeln vielleicht eine touristische Attraktion machen? Das ist nicht so abwegig, wie es klingen mag. Wer eine größere Zahl von Menschen mit FFP2-Masken betrachten will, hat auf der Welt ja kaum noch Optionen. Die Öffis und Apotheken in der Bundeshauptstadt hätten also quasi ein Alleinstellungsmerkmal und gingen als Sehenswürdigkeit durch. Der bewährte Slogan „Wien ist anders“ ließe sich für die Kampagne problemlos recyceln. Selten zuvor entsprach er so sehr der Realität wie heute.

In den Werbebroschüren für die wichtigsten Herkunftsmärkte müsste nur darauf hingewiesen werden, welches Erlebnis Besucher der österreichischen Metropole erwartet: Um wohlfeile 2,40 Euro können sie beispielsweise ein U-Bahn-Ticket erwerben und mit wohligem Gruseln in eine aus ihrer Sicht längst vergangene Epoche eintauchen. Das Angebot ist noch dazu interaktiv; jeder muss mitmachen. So geht moderner Eventtourismus! Für Abenteuerlustige ließe sich ein Package schnüren, das eine Zugfahrt über die Wiener Stadtgrenze beinhaltet. Wer herausfindet, an welcher Station die Maskenpflicht endet, nimmt an einem Gewinnspiel teil. Es winken gratis PCR-Tests für die ganze Familie.