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Interview

Palfinger: „Wir haben keinen Austausch mehr mit unserer russischen Niederlassung“

"Wir wollen dauerhaft in Russland bleiben", sagt Palfinger-Chef Andreas Klauser.Daniel Novotny
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Trotz aller Probleme wolle man die Aktivitäten in Russland aufrechterhalten, sagt Palfinger-Chef Andreas Klauser. Die Abschottung der russischen Niederlassung sei ein Schutzschild für beide Seiten.

Die Presse: Seit Februar dominiert der Krieg in der Ukraine Politik und Wirtschaft. Sie haben eine Niederlassung mit 1300 Mitarbeitern in Russland. Viele andere westliche Unternehmen haben sich inzwischen zurückgezogen. Wollen Sie weiter bleiben?

Andreas Klauser: Wir wollen dauerhaft in Russland bleiben, als Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern vor Ort. Das sind ja keine schlechten Menschen. Und unsere getätigten Investitionen wollen wir auch behalten. Das aber natürlich mit Einhaltung aller Sanktionsmaßnahmen. Das Management-Team der russischen Niederlassung ist nun komplett eigenständig. Es gibt auch keine Lieferungen mehr aus Österreich. Diese Trennung wird sehr strikt eingehalten. Das russische Team entwickelt sich aber sehr gut. Mehr als die Hälfte des Produktportfolios konnte beibehalten werden. Wir hoffen einfach, dass diese Aggression bald aufhört.


Wie kann ohne Lieferungen aus Österreich die Produktion aufrechterhalten werden?

Ich bin hier selbst überrascht. Es gibt für die russische Produktion nun Lieferungen aus China und von anderen russischen Unternehmen. Die Lieferantenkette hat sich komplett geändert. Die Sanktionen greifen bei allem, was Hightech ist.


Die modernere Hälfte des Produktportfolios gibt es in Russland also nicht mehr.

Ja, das ist so.